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Politik Gauland und Weidel zum AfD-Spitzenduo gewählt
Nachrichten Politik Gauland und Weidel zum AfD-Spitzenduo gewählt
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14:08 23.04.2017
Alexander Gauland und Alice Weidel (l.) Quelle: dpa
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Köln

Im Wahlkampf setzt die AfD auf ein Tandem aus einer Frau und einem Mann. Dabei ist der eine als Vize-Parteichef bereits vielen bekannt, die andere positioniert sich erst seit kurzem häufiger in der Öffentlichkeit:

Fraktionsvorsitzender der AfD in Brandenburg: Alexander Gauland. Quelle: dpa

Alexander Gauland

Alexander Gauland (76) ist der wichtigste Strippenzieher der Partei seit 2015. Der ehemalige CDU-Mann genoss früher auch in ideologisch anders gelagerten Milieus einen gewissen Respekt als konservativer Intellektueller. Einige seiner einstigen Weggefährten und Bekannten aus der Zeit als Staatskanzleichef in Hessen und Zeitungsverleger in Potsdam haben sich heute von ihm abgewandt. Gauland gilt als wichtigster Unterstützer der Rechtsnationalen in der AfD.

Auch über den Thüringer Rechtsausleger Björn Höcke, gegen den ein Parteiausschlussverfahren läuft, hält er seine schützende Hand. In Sachen Zuwanderung liegt Gauland mit ihm auf einer Linie. Kürzlich warnte er: „Der Bevölkerungsaustausch in Deutschland läuft auf Hochtouren.“ Parteifreunde sagen über Gauland, der Bildungsbürger im feinen Tweed habe erst im direkten Kontakt als Wahlkämpfer seine Liebe zum „kleinen Mann“ entdeckt.

Unternehmensberaterin Alice Weidel. Quelle: dpa

Alice Weidel

Alice Weidel (38) ist außerhalb ihres baden-württembergischen Landesverbandes noch nicht sehr bekannt. Die promovierte Volkswirtin war über die Kritik an der Eurorettungspolitik zur AfD gestoßen. Die bisweilen völkische Rhetorik des Höcke-Flügels lehnt sie zwar ab. Anders als die Rechtsnationalen, die eine Netto-Auswanderung von Ausländern für wünschenswert halten, ist Weidel für eine „gesteuerte qualifizierte Zuwanderung“, aber auch gegen eine „Politik der offenen Grenzen, die vor allem muslimische Armutsmigranten ohne Qualifikation nach Deutschland lockt“.

Die Unternehmensberaterin hat beruflich viel in China zu tun gehabt. Sie lebt mit ihrer Lebensgefährtin und zwei Kindern am Bodensee. An den öffentlich ausgetragenen Machtkämpfen der Parteispitze hat sich Weidel bislang nicht beteiligt. In Interviews wird sie gelegentlich gefragt, warum sie mit ihren wirtschaftsliberalen Ideen nicht Mitglied in der FDP wird.

Von RND/dpa

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