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Politik Geheimdienst identifiziert Kirgisen als Attentäter
Nachrichten Politik Geheimdienst identifiziert Kirgisen als Attentäter
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19:43 04.04.2017
Bei dem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in St. Petersburg waren am Montag mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Quelle: imago
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St. Petersburg

Der kirgisische Geheimdienst hat den mutmaßlichen Verantwortlichen für das U-Bahn-Attentat von St. Petersburg identifiziert. Bei dem Mann handle sich um einen in Kirgistan geborenen russischen Bürger, teilte der Geheimdienst der ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien am Dienstag mit.

Akbarschon Dschalilow sei bei der Explosion umgekommen, informierte das staatliche Ermittlungskomitee in Moskau der Agentur Interfax zufolge. DNA-Spuren des 22-Jährigen seien an beiden Bomben gefunden worden. Laut Interfax soll der Mann in Verbindung zu radikal-islamischen Gruppen gestanden haben. Der Hintergrund der Tat ist unklar, die Verantwortung übernahm bislang niemand.

Bei dem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in St. Petersburg waren am Montag elf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden – die Zahl der Opfer ist in der Nacht auf 14 angestiegen. Zwei Stunden nach der Tat fanden Ermittler einen weiteren Sprengsatz in einem der geschäftigsten U-Bahnhöfe der Stadt, der aber rechtzeitig entschärft werden konnte.

Gesuchter Kasache unter den Opfern

Unterdessen ist nach Angaben des kasachischen Außenministeriums ein als möglicher Verdächtiger gesuchter Mann unter den Toten des identifiziert worden. Das teilte das Ministerium am Dienstag der Agentur Interfax zufolge mit.

Der Gouverneur von St. Petersburg hatte zuvor bestätigt, dass drei Ausländer unter den Opfern seien. Diese waren seinen Angaben zufolge aus Usbekistan, Tadschikistan und Weißrussland.

Die russischen Behörden waren bei den Ermittlungen zuvor einer Spur gefolgt, die zu dem Kasachen als möglichen Täter führte. Auch die Behörden in Kasachstan waren eingeschaltet. Schon am Dienstag wurde bezweifelt, dass der Student mit dem Anschlag in Verbindung stehe, sagte Vize-Geheimdienstchef Nurgali Bilisbekow.

Von RND/dpa

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