Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Geißler: Merkel hätte Friedensnobelpreis verdient
Nachrichten Politik Geißler: Merkel hätte Friedensnobelpreis verdient
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:59 07.10.2015
Für Heiner Geißler ist Nächstenliebe eine Pflicht. Quelle: Franziska Kraufmann/Archiv
Berlin

Ausdrücklich lobte er die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Zehntausende Flüchtlinge aus Ungarn einreisen zu lassen. "Hätte sie zuschauen sollen, wie diese Leute in Ungarn verrecken?", fragt Geißler. "Angela Merkel hätte den Friedensnobelpreis verdient. Nächstenliebe ist keine Gefühlsduselei und kein Gutmenschentum, sondern eine Pflicht, denen zu helfen, die in Not sind."

Doch auch CSU-Chef Horst Seehofer würde nach eigener Aussage Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Friedensnobelpreis gönnen - auch wenn die beiden Parteivorsitzenden in der Flüchtlingspolitik derzeit über Kreuz liegen. Auf die Frage, wie sehr er eine solche Auszeichnung der Flüchtlingspolitik Merkels befürchte, sagte der bayerische Ministerpräsident: "Da ist keine Befürchtung, sondern wenn sie ihn bekommt, dann gönne ich ihn ihr. Und ich freue mich auch, wenn sie ihn bekommt."

Zu den bestehenden Differenzen in der Flüchtlingskrise sagte Seehofer: "Ich muss Ihnen sagen: Wir beide, also die Kanzlerin und ich, sehen das wahrscheinlich viel gelassener, als Sie glauben." Er fügte hinzu: "Es kommt im politischen Leben immer mal bei großen Fragen vor, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Dann muss man diskutieren."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Innenminister de Maizière musste zuletzt viel Kritik einstecken. Nun baut Merkel die Zuständigkeiten in der Flüchtlingskrise um. Doch reicht das aus? In CSU und CDU wird das Grummeln immer lauter.

07.10.2015

Der für die Energiewende benötigte Ausbau der Stromnetze hinkt weit hinter den Planungen her. Nun sollen die Bürger mit mehr Erdkabeln statt hoher Strommasten überzeugt werden. Das geht aber ins Geld.

07.10.2015

Enge, Langeweile und Hoffnungslosigkeit in den Unterkünften bergen Konfliktpotenzial: Immer wieder kommt es unter Flüchtlingen zu Gewalt. Vorfälle in Braunschweig und Hamburg zeigen, wie schnell Spannungen eskalieren können.

07.10.2015