Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Geringqualifizierte in Deutschland besonders armutsgefährdet

Gesellschaft Geringqualifizierte in Deutschland besonders armutsgefährdet

Wer im Monat nur einen dreistelligen Betrag zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Rund 15 Prozent der Menschen in Deutschland müssen damit klarkommen. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

Voriger Artikel
Vier Angriffe auf Flüchtlingsheime binnen 48 Stunden
Nächster Artikel
Bund steckt 2,7 Milliarden Euro in den Breitbandausbau

Schlange vor einem Tafel-Laden: Die Lage der Menschen mit geringer Bildung verschlechtert sich.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Wiesbaden. Je schlechter die Bildung, desto größer die Gefahr für Armut. Während die sogenannte Armutsgefährdungsquote in Deutschland im vergangenen Jahr stabil blieb, verschlechterte sich die Lage der Menschen mit geringer Bildung.

2014 waren 30,8 Prozent der schlecht qualifizierten Einwohner Deutschlands über 25 Jahre armutsgefährdet. 2005 traf das erst auf 23,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete.

Als armutsgefährdet gelten laut EU-Definition Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen. Nach dem Mikrozensus für 2014 sind das beispielsweise Einpersonenhaushalte, die weniger als 917 Euro pro Monat zur Verfügung haben.

Gering qualifiziert sind laut Definition Menschen, die maximal einen Realschulabschluss, aber keine Berufsausbildung haben. Als mittelqualifiziert können laut Destatis auch Abiturienten gelten, wenn sie nicht studiert oder keine Ausbildung haben.

Im Bundesschnitt lag die Armutsgefährdungsquote 2014 bei 15,4 Prozent. "Damit war die Quote sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland in den letzten zehn Jahren relativ stabil", sagte Destatis-Mitarbeiter Bernd Becker. Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Unterschiede zwischen Ost und West enorm. Das Risiko, arm zu sein, betrug 2014 in den neuen Bundesländern plus Berlin 19,2 Prozent. In den alten Bundesländern lag die Quote bei 14,5 Prozent.

Bei den Geringqualifizierten ist der Unterschied noch deutlicher: Im Osten lag die Quote bei 37,5 Prozent (2005 bei 28,6 Prozent). Im Westen betrug sie 29,8 Prozent (2005 bei 22,3 Prozent).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr