Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Gewerkschaft beklagt dünne Personaldecke der Bundespolizei
Nachrichten Politik Gewerkschaft beklagt dünne Personaldecke der Bundespolizei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 09.01.2016
September 2015: Ein Bundespolizist versucht an der deutsch-österreichischen Grenze Flüchtlinge aufzuhalten. Quelle: Armin Weigel/Archiv
Anzeige
Düsseldorf

"Sie hätten den bedrängten Kollegen in Köln zu Hilfe kommen können. Dann wäre die Nacht anders verlaufen", sagte der für die Bundespolizei zuständige Vize-Chef der Gewerkschaft, Ernst Walter, der "Rheinischen Post".

11 von 14 Reviere der Bundespolizei in NRW seien in den vergangenen Monaten nur zeitweise besetzt gewesen. "Zu diesen massiven Einschränkungen - manchen Dienststellen steht nur rund die Hälfte des eigentlichen Personals zur Verfügung - ist es gekommen, weil rund 200 Beamte in Bayern ihren Dienst tun", sagte Walter weiter.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann widersprach. "Dass die Bundespolizei stark an der Grenze gefordert ist, ist sicherlich richtig, aber darauf darf man sich in einer solchen Situation nicht herausreden", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Entscheidend ist, dass die Polizei ein überzeugendes Einsatzkonzept hat, dass Verdächtige festgenommen werden und dass zügig ermittelt wird."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Freitagabend in der ARD zur Aufstellung der Bundespolizei am Kölner Bahnhof während der massiven Übergriffe auf Frauen am Silvesterabend: Mit insgesamt 70 Personen sei es "eine ordentliche Besetzung für eine normale Silvesternacht (gewesen). Im Nachhinein war es zu wenig."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Opposition im Landtag fordert weitergehende Konsequenzen. Mit der Entlassung des Kölner Polizeipräsidenten sei die Aufarbeitung der Kölner Übergriffe auf Frauen noch längst nicht zu Ende. In Köln sind Demonstrationen von Pegida, Pro Köln und Linksbündnis geplant.

09.01.2016

Zur Überwachung des Internetverkehrs haben deutsche und US-Geheimdienste ihre Zusammenarbeit in der Abhörstation im bayerischen Bad Aibling wieder aufgenommen.

08.01.2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, rasch die rechtlichen Möglichkeiten für schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber zu prüfen.

08.01.2016
Anzeige