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Politik Russland und Türkei: Demilitarisierte Zone um Idlib
Nachrichten Politik Russland und Türkei: Demilitarisierte Zone um Idlib
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23:00 17.09.2018
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan l.) beim herzlichen Händedruck mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin im Schwarzmeer-Ferienort Sotschi. Quelle: Mikhail Metzel/imago/ITAR-TASS
Sotschi

Türkische Soldaten und russische Militärpolizei würden in der Zone patrouillieren. Demnach solle die Zone 15 bis 20 Kilometer breit sein.

„Ich glaube, mit dieser Vereinbarung haben wir eine humanitäre Krise in Idlib verhindert“, erklärte Erdogan nach dem mehr als dreistündigen Gespräch mit Putin. Idlib ist die letzte Provinz in Syrien, die von Rebellen gehalten wird. Es gibt Befürchtungen, dass Regierungstruppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad eine Offensive in der Region planen. Das könnte katastrophale Folgen für die Zivilbevölkerung haben. Die Türkei lehnt eine solche Offensive ab.

Russland hat Idlib als Hochburg des Terrorismus bezeichnet und erklärt, die syrische Regierung habe jedes Recht, die Kontrolle über die Provinz wieder zu übernehmen. Die Türkei warb dagegen für eine diplomatische Lösung und entsandte gleichzeitig Verstärkung für seine Truppen in Idlib.

Auf die Frage, ob die Regierung von al-Assad der entmilitarisierten Zone zugestimmte habe, erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dies werde in den kommenden Stunden geschehen.

In Idlib und Umgebung leben mehr als drei Millionen Syrer. Hinzu kommen geschätzte 60 000 Kämpfer der Rebellen.

Von RND/dpa