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Nachrichten Politik Griechische Polizisten auf deutschen Flughäfen
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18:30 24.11.2017
Ab Ende November sollen auch griechische Beamte ihre deutschen Kollegen bei der Einrisekontrolle unterstützen. Quelle: dpa
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Athen

Bereits seit Mitte November werden aus Griechenland ankommende Passagiere auf den deutschen Flughäfen von Beamten der Bundespolizei kontrolliert. Zuvor hatte das Bundesinnenministerium die EU-Kommission und Griechenland über die Einführung der Ausweiskontrollen, die im Schengen-Raum eigentlich nicht stattfinden, informiert. Hintergrund: Immer häufiger versuchen Flüchtlinge und Armutsmigranten aus Griechenland mit gefälschten Ausweispapieren per Flugzeug nach Deutschland einzureisen. Allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden bei Stichproben auf den deutschen Flughäfen mehr als 1000 solcher Versuche festgestellt. Deshalb kontrolliert die Bundespolizei jetzt systematisch alle aus Griechenland ankommenden Fluggäste. Ähnliche Kontrollen führt Deutschland an der Grenze zu Österreich durch.

Die Griechen waren mit der deutschen Lösung nicht glücklich

Die Modalitäten dieser Kontrollen hatte in der griechischen Öffentlichkeit allerdings erhebliche Empörung ausgelöst und zu einer diplomatischen Demarche der Athener Regierung geführt. Passagiere berichteten in griechischen Medien von langen Wartezeiten und entwürdigenden Prozeduren auf den deutschen Flughäfen. So seien ankommende Fluggäste in Bussen zu gesonderten Gebäuden außerhalb des Schengen-Ankunftsbereichs gebracht worden und dort langwierigen Ausweis- und Gepäckkontrollen unterzogen worden. Wer aus Griechenland komme, müsse an deutschen Flughäfen erst einmal in eine „Quarantäne“, hieß es in den Medien.

Bei einem Krisentreffen in Brüssel einigten sich Vertreter Griechenlands, Deutschlands und der EU-Kommission jetzt auf weniger diskriminierende Kontrollverfahren. So sollen die Passagiere nicht mehr in gesonderten Gebäuden sondern beim Verlassen des Flugzeugs innerhalb des Schengen-Bereichs überprüft werden. Außerdem hat die deutsche Seite angeboten, griechische Polizeibeamte als Beobachter an diesen Kontrollen zu beteiligen. Nach Informationen aus griechischen Polizeikreisen könnten die griechischen Beamten bereits in der kommenden Woche auf den Flughäfen Frankfurt und München eingesetzt werden. An den griechischen Flughäfen Athen und Thessaloniki sind bereits Beamte der Bundespolizei im Einsatz, um ihre griechischen Kollegen bei den stichprobenartigen Ausweiskontrollen von Passagieren mit Ziel Deutschland zu unterstützen.

Ein gefälschter Pass für 900 Euro

Nachdem die Landgrenzen auf der Balkanroute seit Februar 2016 weitgehend dicht sind, versuchen immer häufiger Kriegsflüchtlinge und Armutsmigranten mit falschen Pässen nach Deutschland zu fliegen. Solche gefälschten Reisedokumente kann man in Athen in der Umgebung des Omoniaplatzes, am Viktoriaplatz und anderen Treffpunkten von Migranten für rund 900 bis 1500 Euro kaufen. Die griechische Polizei greift bei Stichproben zwar immer wieder Reisende mit gefälschten Dokumenten auf. Aber wie viele unerkannt bleiben, weiß niemand.

Von Gerd Höhler/RND

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