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Großbritannien macht EU-Bürgern bisher keine Zugeständnisse

Brexit-Verhandlungen Großbritannien macht EU-Bürgern bisher keine Zugeständnisse

Welche Rechte haben die 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien nach dem Vollzug des Brexit? Diese Frage ist eines der zentralen Themen der Brexit-Verhandlungen, die am Montagvormittag begonnen haben. Doch bisher ist Großbritannien zurückhaltend.

Es könnten lange Verhandlungen werden, bis für alle Brexit-Themen ein Kompromiss gefunden wurde.

Quelle: AP

Brüssel. In der ersten Runde der Brexit-Verhandlungen hat Großbritannien nach Angaben von Teilnehmern zunächst keinen neuen Vorschlag gemacht, wie die Rechte der EU-Bürger im Vereinigten Königreich garantiert werden sollen. Das angekündigte „großzügige Angebot“ sei bislang ausgeblieben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagnachmittag von Diplomaten.

Am Montagvormittag hatten in Brüssel die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens begonnen. Die Garantien für die Rechte der 3,2 Millionen EU-Bürger im Vereinigten Königreich und der rund eine Million Briten in der EU hatten beide Seiten zur obersten Priorität gemacht.

EU reagiert skeptisch auf Pläne

Britische Medien hatten vorige Woche über Pläne von Brexit-Minister David Davis berichtet: Alle EU-Bürger, die vor dem britischen Austrittsgesuch vom 29. März nach Großbritannien kamen, sollen ihre bisherigen Rechte behalten. Die EU-Seite hatte schon auf die Berichte skeptisch reagiert, denn noch bis Ende März 2019 ist Großbritannien reguläres EU-Mitglied mit allen Rechten und Pflichten.

Schwierig scheint auch ein Kompromiss bei den finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens nach dem Austritt. Die Briten wollen am liebsten gar nichts mehr an die EU überweisen. Auf EU-Seite kursieren dagegen Zahlen von bis zu 100 Milliarden Euro – etwa für längerfristige Zusagen für EU-Programme oder Pensionsverpflichtungen für EU-Beamte.

May ringt um Unterstützung

Premierministerin Theresa May geht geschwächt in die Verhandlungen. Die Regierungsbildung in London ist nach der Unterhauswahl, bei der May ihre Mehrheit verloren hatte, noch nicht abgeschlossen. Sie ringt nun um Unterstützung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP).

Von der ersten Verhandlungsrunde könne man deshalb keine inhaltlichen Durchbrüche erwarten, hieß es. Ziel sei, sich gegenseitig kennenzulernen und den weiteren Fahrplan für die Gespräche zu besprechen.

Von dpa/RND/ang

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