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Politik Guterres als UN-Generalsekretär nominiert
Nachrichten Politik Guterres als UN-Generalsekretär nominiert
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19:29 05.10.2016
Der frühere Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks und ehemalige portugiesische Ministerpräsident António Guterres wird der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen. Quelle: AFP
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New York/Genf

Der Rat teilte am Mittwoch in New York mit, Guterres solle im Januar auf den Südkoreaner Ban Ki Moon folgen. Die UN-Vollversammlung muss die einstimmige Empfehlung des Sicherheitsrates noch formal bestätigen.

Guterres setzte sich in den Abstimmungen durch

Die 15 Mitgliedsländer des Sicherheitsrates sprachen sich in der sechsten Probeabstimmung einstimmig für den ehemaligen UN-Hochkommissar für Flüchtlinge aus. Guterres hatte auch alle früheren Probeabstimmungen gewonnen, zuletzt waren zehn Kandidaten für den UN-Posten angetreten. Der 72 Jahre alte Ban muss nach zwei Amtszeiten und insgesamt zehn Jahren als Generalsekretär abtreten.

Der Sicherheitsrat will nun der UN-Vollversammlung seine Empfehlung übermitteln. Viele Staaten hatten eine Frau an der UN-Spitze gefordert, Russland setzte sich für einen Kandidaten aus Osteuropa ein.

Vom UN-Hochkommissar für Flüchtlinge zum Generalsekretär

Der 67 Jahre alte Sozialdemokrat Guterres war von 1995 bis 2002 Premierminister in Portugal. Von 2005 bis 2015 bekleidete er das Amt des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge. Guterres trat als Hochkommissar beständig als Mahner auf: Er sagte einen weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen voraus und forderte die Regierungen der reichen Länder auf, mehr Geld für die humanitäre Hilfe zu geben.

Der Portugiese gilt als hervorragender Redner, der die UN-Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch fließend beherrscht.

Als oberster UN-Beamter leitet der Generalsekretär den Apparat der Weltorganisation und kann Schüsselpositionen besetzten. Über eigentliche politische Macht verfügt der Generalsekretär aber nicht, er kann aber durch Appelle die Politiker und die Weltöffentlichkeit aufrütteln. Dabei muss sich vor allen mit den Schwergewichten USA, China und Russland arrangieren.

Von RND/epd/dpa

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