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Politik Hitze legt offenbar Bundeswehr-Fahrzeuge lahm
Nachrichten Politik Hitze legt offenbar Bundeswehr-Fahrzeuge lahm
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08:27 19.04.2017
Bei ihrem Einsatz in Mali leidet die Bundeswehr unter dem extremen Klima in dem afrikanischen Land. Quelle: dpa
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Berlin

Bei ihrem Einsatz in Mali leidet die Bundeswehr nach einem Zeitungsbericht unter dem extremen Klima in dem afrikanischen Land. Die Hälfte ihrer Fahrzeuge sei derzeit nicht einsatzbereit, schreibt die Tageszeitung „Die Welt“. Die Fahrzeuge seien nach einer technischen Überprüfung vorläufig stillgelegt worden. Hitze bis zu 50 Grad Celsius, Staub und steinige Pisten setzten den Fahrzeugen zu. Hinzu kämen die schleppende Ersatzteilversorgung aus Deutschland und die unterdimensionierte Fahrzeuginstandsetzung im Camp Castor in Gao.

Die Bundeswehr unterstützt dort die UN-Mission Minusma, die sich in Mali für eine Stabilisierung des von ethnischen Konflikten und Terrorismus bedrohten Staates engagiert. Von Seiten der Führung des deutschen Kontingents hieß es, die Auftragserfüllung gegenüber den Vereinten Nationen sei sichergestellt. „Die Einsatzbedingungen führen uns aber regelmäßig an die technische Belastungsgrenze.“

Hubschrauber fehlt Starterlaubnis

Für den Kampfhubschrauber Tiger, der am 1. Mai einsatzbereit gemeldet werden soll, fehlt dem Bericht zufolge noch eine Sonderfreigabe zum Flug unter hohen Temperaturen. Derzeit gelte eine Grenze von 43,26 Grad Celsius. Überstiegen die Temperaturen vor Ort diesen Wert, dürfe der Hubschrauber nicht starten. Beantragt sei eine Sondergenehmigung für den Einsatz bis 48,26 Grad Celsius.

Schwierigkeiten bereitete der Bundeswehr auch das Sturmgewehr G36. Bei hohen Temperaturen und im heißgeschossenen Zustand gebe es offenbar ein Präzisionsproblem, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Im September 2015 verkündete von der Leyen das Aus: „Nach fast 20 Jahren G36 wollen wir eine neue Generation Sturmgewehr für die Bundeswehr beschaffen.“

Von RND/dpa/are

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