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Politik Islamist wegen zerstörter Welterbestätte verurteilt
Nachrichten Politik Islamist wegen zerstörter Welterbestätte verurteilt
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14:33 27.09.2016
Ahmad Al Faqi Al Mahdi wurde zu neun Jahren Haft verurteilt. Quelle: dpa
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Den Haag

Der Internationale Strafgerichtshof hat den Dschihadisten Ahmad Al Faqi al Mahdi für die Zerstörung von Unesco-Weltkulturerbe in Mali zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach ihn am Dienstag in Den Haag der Kriegsverbrechen schuldig. Al Mahdi hatte 2012 die Attacken auf die Monumente geleitet und war selbst aktiv daran beteiligt, urteilten die Richter.

Es ist das erste Urteil des Weltstrafgerichtes zur Zerstörung von Kulturgütern. Nach internationalem Strafrecht ist das ein Kriegsverbrechen. Al Mahdi hatte die Tat gestanden. Im Sommer 2012 hatte die Dschihadisten-Miliz Ansar Dine, die mit Al-Kaida verbündet ist, die Wüstenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali überrannt und neun mittelalterliche Heiligengräber und eine Moschee zerstört. Weltweit war das Entsetzen groß.

Der auch als Abu Tourab bekannte Angeklagte war Leiter der Moralpolizei der Dschihadisten und hatte die Zerstörung geleitet. Mit Videos hatte die Anklage im Gerichtssaal bewiesen, dass Al Mahdi selbst auch mit der Axt auf die alten Mauern aus Lehm und Steinen eingeschlagen hatte. Damals hatte er die Tat als „Verteidigung des wahren Islam“ gegen falsche Heiligenverehrung gerechtfertigt.

Unesco lobt das Urteil

Das Urteil des Weltstrafgerichts sei ein entscheidender Schritt, um die Straffreiheit für die Zerstörung von Kulturerbe zu beenden, teilte die Unesco, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, mit. Der Schutz von Kulturerbe sei zu einem wichtigen Sicherheitsthema geworden, das nicht vom Schutz von Menschenleben getrennt werden könne.

„Absichtliche Angriffe auf die Kultur sind Kriegswaffen in einer weltweiten Strategie der kulturellen Säuberung“, hieß es weiter. „Im Kontext wiederholter Gewalt gegen Menschen und ihr Erbe ist dieses Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs ein Schlüsselelement der breiteren Antwort auf gewalttätigen Extremismus, sagte Unesco-Chefin Irina Bokowa.

Von RND/dpa

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