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Politik Jill Stein beantragt Neuauszählung in Pennsylvania
Nachrichten Politik Jill Stein beantragt Neuauszählung in Pennsylvania
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22:57 28.11.2016
Die Initiative zur Neuauszählung geht von der Grünen-Kandidatin Jill Stein aus. Quelle: dpa
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Washington

Die Initiativen zur Neuauszählung von Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl gewinnen weiter an Fahrt. Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein, teilte am Montag mit, dass sie ihrem entsprechenden Antrag im Bundesstaat Wisconsin nun auch einen in Pennsylvania habe nachfolgen lassen. Am Mittwoch wolle sie dann noch die Neuauszählung der Stimmen in Michigan formell beantragen.

Können die Auszählungen das Ergebnis der Wahl ändern?

In den drei Staaten hatte der republikanische Kandidat Donald Trump jeweils knapp gegen seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten gewonnen. Sein überraschender Sieg in diesen drei Schlüsselstaaten war ein Ausschlag gebender Faktor für seinen Gesamtsieg bei der Wahl. Dass die Neuauszählungen etwas am Wahlsieg Trumps ändern, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Nach dem bisherigen Stand hat die unterlegene Demokratin unter dem Strich landesweit über zwei Millionen Stimmen mehr als Trump erhalten. Es ist eine Besonderheit des amerikanischen Wahlsystems, dass ein Kandidat diesen „Popular Vote“ gewinnen kann und trotzdem die Wahl verliert.

Das Clinton-Team hat sich der Initiative der Grünen für die Überprüfung der Wahlergebnisse angeschlossen. In Wisconsin wurde die Neuauszählung laut Medienberichten am Montag von der Wahlbehörde genehmigt, sie könnte am Donnerstag beginnen.

Trump wirft ebenfalls Wahlbetrug vor

Trump reagierte wütend auf die Initiativen. Er konterte mit dem Vorwurf, es habe massenhafte Unregelmäßigkeiten zugunsten Clintons gegeben. Millionen von Menschen hätten „illegal“ ihre Stimme abgegeben, in den von Clinton gewonnenen Staaten Kalifornien, New Hampshire und Virginia habe es „ernsthaften Wahlbetrug“ gegeben. 

Das Weiße Haus wies die Vorwürfe Trumps zurück. Für dessen Anschuldigungen gebe es keine Beweise, sagte der Sprecher des US-Präsidialamts, Josh Earnest.

Von RND/afp

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