Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Karlspreis 2018 für Frankreichs Präsident Macron
Nachrichten Politik Karlspreis 2018 für Frankreichs Präsident Macron
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 08.12.2017
Erhält den Karlspreis 2018: Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Quelle: epd
Aachen

Damit wird das Staatsoberhaupt für seine Verdienste um die Einheit Europas geehrt, wie der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Vorsitzende des Preis-Direktoriums, Jürgen Linden, am Freitag in Aachen bekanntgaben. Die Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag, 10. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.

Die Auszeichnung würdige Macrons „Vision von einem neuen Europa und der Neugründung des europäischen Projekts“, heißt es in der Preisbegründung. Vor allem sein „Eintreten für Zusammenhalt und Gemeinsamkeit und sein entschiedener Kampf gegen jede Form von Nationalismus und Isolationismus“ seien vorbildhaft und wegweisend. Oberbürgermeister Philipp nannte den 39-jährigen Preisträger „einen mutigen Vordenker für die Erneuerung des europäischen Traums“. Linden hob Macrons „wertvolle Impulse für die europäische Reformdebatte“ hervor.

Emmanuel Macron ist seit Mai dieses Jahres französischer Staatspräsident. Der 1977 in Amiens geborene Politiker arbeitete nach seinen Studium zunächst im Finanzministerium, später als Investmentbanker und wechselte 2012 in den Beraterstab von Präsident François Hollande. Von 2014 bis 2016 war Macron Wirtschaftsminister. Mit seiner politischen Bewegung „En Marche“ trat er zur Präsidentschaftswahl an und setzte sich in der Stichwahl gegen Marine Le Pen vom Front National durch.

Der undotierte Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. Der Ehrenpreis wurde 1950 erstmals verliehen. In diesem Jahr erhielt der britische Historiker Timothy Garton Ash die Auszeichnung. Weitere Preisträger waren unter anderem Papst Franziskus, Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsident Juncker und der frühere US-Präsident Bill Clinton.

Von RND/epd