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Politik Katalonien steckt fest
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06:26 22.12.2017
Quelle: imago stock&people
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Barcelona

Die Katalanen sind bei ihren Grundüberzeugungen geblieben: für oder gegen die staatliche Unabhängigkeit. Sie sind massenhaft wählen gegangen, das ist wunderbar, aber die gewaltige Mobilisierung der bisher daheim gebliebenen Wähler hat das Gesamtgefüge der katalanischen Politik kaum berührt. Die Separatisten sind ungefähr genauso stark wie vor zwei Jahren, die Nichtseparatisten haben leicht zugelegt, zulasten von Catalunya en Comú, den Unentschiedenen. Das ist das große Bild nach diesen Wahlen.

Im Detail gibt es zwei Sieger. Inés Arrimadas, die die liberalen Ciutatans elf Jahre nach ihrer Gründung zur unbestritten stärksten Kraft unter den Spanien-treuen Parteien gemacht hat. Und Carles Puigdemont, den viele nach seiner Flucht nach Belgien schon politisch abgeschrieben hatten, und der nun an der Spitze seines Bündnisses Junts per Catalunya eine wundersame Wiederauferstehung gefeiert hat. Doch weder Arrimadas noch Puigdemont werden ihre Siege auskosten können: Auf die eine wartet aller Voraussicht nach die Rolle der Oppositionschefin, auf den anderen das Gefängnis. Katalonien ist im Moment sehr vertrackt. Die Probleme haben gerade erst begonnen.

Von Martin Dahms/RND

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