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Politik Kaum Hoffnung auf Waffenruhe in Syrien
Nachrichten Politik Kaum Hoffnung auf Waffenruhe in Syrien
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13:24 16.10.2016
Liefern sich hitzige Diskussionen: John Kerry (Mi.) und Adel al-Jubeir (l.) sowie Jordaniens Außenminister Nasser Judeh. Quelle: AFP
Lausanne

Kein Hoffnungssignal für Syrien: Ohne konkrete Einigung auf eine Waffenruhe sind Gespräche der USA und Russlands mit mehreren Staaten der Konfliktregion in Lausanne nach mehr als fünf Stunden beendet worden. Außenminister John Kerry berät nun in London mit europäischen Außenministern über die Lage in Syrien.

Gastgeber ist sein britischer Kollege Boris Johnson, auch Frankreichs Außenamtschef Jean-Marc Ayrault ist dabei, geladen sind zudem Vertreter aus Italien und Deutschland. Es solle ausgelotet werden, welche Chancen es gebe, die Gewalt in dem Bürgerkriegsland einzudämmen und humanitäre Hilfe zu leisten, hieß es vorab aus London. Nach dem Treffen am Nachmittag wollen Kerry und Johnson heute gegen 18.45 Uhr eine Erklärung abgeben.

„Politischer Prozess“ soll Ende des Bürgerkriegs einläuten

Zeigen sich gesprächsbereit: Russlands Außenminister Sergej Lawrow, sein US-Kollege John Kerry und and Adel al-Jubeir aus Saudi Arabien. Quelle: dpa

Die am Genfer See versammelten Spitzendiplomaten – unter anderem aus der Türkei, Saudi-Arabien, Katar und dem Iran – hätten sich dafür ausgesprochen, dass „der politische Prozess“ für eine Beendigung des Syrien-Krieges „so bald wie möglich beginnen soll“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. „Es gab einige Ideen, die heute besprochen worden sind und von Ländern vorgebracht wurden, die wirklich Einfluss auf die Situation haben“, ergänzte er. Auch US-Außenminister John Kerry sagte Reportern, es seien „neue Ideen“ für eine Waffenruhe erörtert worden.

Ein Abschlussdokument wurde von den Delegationen nicht vereinbart. Angesichts nur dürftiger Informationen zu den mit dem Lausanner Treffen verbundenen Absichten war allerdings auch unklar, ob die Minister überhaupt eine Vereinbarung beabsichtigt hatten.

Sowohl die Türkei als auch Saudi-Arabien und Katar unterstützen ebenso wie die USA Rebellengruppen in Syrien. Auch der Iran war bei den Beratungen in einem Hotel am Genfer See vertreten. Die Islamische Republik gehört neben Russland zu den wichtigsten Stützen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Mit am Tisch saßen zudem die Außenminister des Iraks, Ägyptens und Jordaniens.

Von RND/dpa

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