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Politik Kay Nerstheimer tritt AfD-Fraktion nicht bei
Nachrichten Politik Kay Nerstheimer tritt AfD-Fraktion nicht bei
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12:46 22.09.2016
Kay Nerstheimer wird nicht Mitglied der Berliner AfD-Fraktion. Quelle: AfD Berlin
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Berlin

Der umstrittene AfD-Kandidat zur Berliner Abgeordnetenhauswahl Kay Nerstheimer wird trotz seines Direktmandats nicht Mitglied der neugegründeten AfD-Fraktion. „Wir haben eine halbe Stunde miteinander gesprochen, dann hat Herr Nerstheimer schriftlich seinen Verzicht auf eine Fraktionszugehörigkeit erklärt“, berichtete Landesparteisprecher Ronald Gläser. Nerstheimer hatte sich in der Vergangenheit Medienberichten zufolge in rechtsextremen Gruppen und Internetforen engagiert.

Zieht Nerstheimer als unabhängiger Abgeordneter ein?

Nerstheimer ist einer von fünf AfD-Abgeordneten, die am Sonntag ein Direktmandat für das Berliner Landesparlament errungen hatten. Dank eines Zweitstimmenanteils von 14,2 Prozent zogen 20 weitere AfD-Kandidaten über die Landesliste der Partei ein. Der am Mittwoch gegründeten Berliner AfD-Fraktion gehören somit 24 Abgeordnete an. Nerstheimer werde voraussichtlich als unabhängiger Abgeordneter ins Abgeordnetenhaus einziehen, teilte der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Hugh Bronson mit.

Parteiausschlussverfahren vorerst kein Thema

Ein Parteiausschlussverfahren gegen Nerstheimer ist nach Angaben von Gläser derzeit nicht angedacht. Bronson zufolge wurde am Abend der AfD-Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Georg Pazderski zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Die Stellvertreterposten in der Fraktionsführung übernahmen Kristin Brinker, Karsten Woldeit und Landesparteisprecher Gläser. Zum parlamentarischen Geschäftsführer wurde Frank-Christian Hansel gewählt, der die Brandenburger AfD-Fraktion als Fraktionsgeschäftsführer mit aufgebaut hatte.

Von RND/dpa

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