Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Verhandlungsführer erzielen keine Annäherung
Nachrichten Politik Verhandlungsführer erzielen keine Annäherung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 16.04.2018
Freundliche Atmosphäre bei den Verhandlungen in Potsdam: Doch auf der Zielgeraden der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst gibt es plötzlich „Komplikationen“. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist eine Annäherung vorerst weiter ausgeblieben. Die Verhandlungsführer kamen am Montagmittag in Potsdam wieder zusammen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatte zuvor Schwierigkeiten öffentlich gemacht: „Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen.“ Weitere Angaben wollte Bsirske nicht machen. „Das ist es. Kein Kommentar“, sagte er. „Die Stimmung ist mäßig.“

Die weiteren Verhandlungsführer äußerten sich zunächst nicht. Für den Bund ist das Innenminister Horst Seehofer (CSU), für die Kommunen der kommunale Arbeitgeberpräsident Thomas Böhle, für den Beamtenbund dbb dessen Vorsitzender Ulrich Silberbach. Der Spitzenrunde lagen Ergebnisse von Arbeitsgruppen vor, die am Sonntagabend eingesetzt worden waren, um Einigungsmöglichkeiten auszuloten. Diese Ergebnisse ließen keinen raschen Durchbruch erwarten, hieß es.

Somit wurde Einigung nicht mehr für Montag erwartet, sondern voraussichtlich erst für Dienstag. Grundsätzlich war auch ein vorläufiges Scheitern möglich.

Vor allem Seehofer hatte sich am Sonntag zunächst optimistisch geäußert. Unter anderem ein von den Gewerkschaften geforderter Mindestbetrag von 200 Euro mehr Einkommen für die unteren Lohngruppen galt als problematisch für die Arbeitgeber. Aber auch die Forderung nach unterm Strich sechs Prozent mehr Geld ist ihnen zu teuer. In dem Tarifpoker geht es um 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Immer mehr Asylbewerber in Südwestdeutschland bezichtigen sich der Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe - um so in Deutschland bleiben zu können. Sie nutzen dabei das Recht auf subsidiären Schutz aus. Juristen müssen trotzdem jeden einzelnen Fall prüfen.

16.04.2018

Der ehemalige Chef des FBI teilt gegen den US-Präsidenten aus. In einem Interview lässt James Comey anklingen, Trump könne die US-Justiz bei Ermittlungen in der Russland-Affäre behindert haben. Einen Beweis bleibt er aber schuldig.

16.04.2018
Politik Pflanzenschutz-Streit in der GroKo - Klöckner zweifelt an Glyphosat-Verbot

Gerade erst hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein rasches Aus für die Glyphosat-Nutzung in Deutschland zum Ziel erklärt: Nun aber droht bei diesem Thema Streit in der GroKo.

16.04.2018
Anzeige