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Politik Laschet schließt Kandidatur für CDU-Vorsitz aus
Nachrichten Politik Laschet schließt Kandidatur für CDU-Vorsitz aus
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17:06 31.10.2018
Armin-Laschet, CDU-Landeschef und nordrhein-westfälischer Ministerpräsident Quelle: Federico Gambarini/dpa
Berlin

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will sich nicht für den Vorsitz der Bundes-CDU bewerben. Das bestätigte er vor Journalisten in Düsseldorf. Bei der jetzt geplanten Trennung von Kanzleramt und Parteivorsitz sei das Amt des Regierungschefs im größten Bundesland mit dem Vorsitz der Regierungspartei im Bund nicht vereinbar, sagte der 57-Jährige.

Er wolle die gut funktionierende schwarz-gelbe Koalition in NRW „nicht für ein Parteiamt gefährden“. Auf die Frage, ob er denn als Kanzlerkandidat zur Verfügung stünde, antwortete der 57-Jährige: „Die Frage stellt sich heute nicht.“

CDU-Bundesparteichefin Angela Merkel hatte am Montag nach den großen Stimmverlusten ihrer Partei bei der hessischen Landtagswahl erklärt, nicht wieder für den Parteivorsitz zu kandidieren. Kanzlerin möchte die 64-Jährige aber bis zum Ende der Wahlperiode 2021 bleiben.

Merz und Spahn kommen beide aus NRW

Für ihre Nachfolge im Parteiamt gibt es nach derzeitigem Stand bereits zahlreiche Bewerber. Beim Bundesparteitag im Dezember in Hamburg will der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz antreten ebenso wie CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und drei weitere, nicht so bekannte Bewerber.

Lesen Sie auch: Friedrich Merz: Diese politischen Positionen vertritt der CDU-Kandidat

Er wisse aus den bisherigen Gesprächen, dass jeder Kandidat aus NRW - darunter Merz und Spahn - schon Unterstützer in dem mitgliederstärksten Landesverband habe, sagte Laschet. Nun müsse besprochen werden, ob es klug wäre, für den Parteitag Unterstützung für einen bestimmten Kandidaten im Landesverband zu organisieren.

Angela Merkel gibt ihr Amt als Parteivorsitzende der CDU ab. Wer sie beerbt, ist noch unklar. Wird es die bisherige Generalsekretärin Annegret Kamp-Karrenbauer? Der junge und umtriebige Gesundheitsminister Jens Spahn? Oder gar jemand ganz anderes? Aspiranten gibt es jedenfalls genug.

In zwei Befragungen vom Dienstag liegt Merz in der Gesamtbevölkerung deutlich vor Annegret Kramp-Karrenbauer. In einer weiteren Umfrage liegen sie etwa gleichauf. Unter den CDU-Anhängern erhält die Generalsekretärin in einer Forsa-Blitzumfrage für das RTL/n-tv-Trendbarometer mehr Zuspruch als Merz. Hier erreicht die Saarländerin, die als Favoritin der Kanzlerin gilt, 62 Prozent Zustimmung, Merz 54 Prozent. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der sich zum Zeitpunkt der Befragung eine Kandidatur noch offen hielt, liegt bei 36 Prozent, Spahn bei 29.

Von RND/dpa/ngo

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