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Politik Kipping: „Die AfD gehört politisch bekämpft“
Nachrichten Politik Kipping: „Die AfD gehört politisch bekämpft“
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11:22 22.01.2019
Linke-Chefin Katja Kipping spricht sich klar für Linkspopulismus aus. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Links und rechts, das passt nicht allzu gut zueinander. Das zeigt sich auch in den Parteiprofilen der Linken und der AfD. Linken-Chefin Katja Kipping spricht sich nun im Interview mit der „Welt“ deutlich gegen die Partei aus: „Die AfD ist demokratiefeindlich und gehört politisch bekämpft.“

Im selben Zuge bringt Kipping ein Thema ins Spiel, das bei den Linken bereits seit einiger Zeit auf der Agenda steht: Die Abschaffung des Verfassungsschutzes. „Um zu wissen, dass die AfD demokratiefeindlich ist, brauche ich keinen Verfassungsschutz. Man begegnet den Feinden der Demokratie nicht, indem man auf fragwürdige Institutionen wie Geheimdienste setzt.“

Linke als „Stimme des Ostens“

Aber nicht nur in Bezug auf die AfD kritisiert Kipping den deutschen Geheimdienst: „Er hilft nicht bei der Verteidigung der Demokratie. Es gibt keine wirklich demokratisch-parlamentarische Kontrollmöglichkeit.“ Durch Verwicklungen der Geheimdienste mit dem NSU habe sie die Sorge, dass diese am Ende rechte Terrornetzwerke befördern und unterstützen würden.

Angesichts der anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen positionieren sich die Linken als die „Stimme des Ostens“. Um sich im Wahlkampf gegen die AfD zu behaupten, greife man auch gern auf Populismus zurück. „Ich bin ein großer Fan von Linkspopulismus. Darunter verstehe ich, dass man in gemeinsamen Kämpfen und Protesten ein inklusives Wir-Gefühl stärkt.“ Der Rechtspopulismus hingegen lade nur zum „Treten nach unten“ ein.

Lesen Sie auch: Linken-Chefin Kipping will die 20-Stunden-Woche

Von RND/lf

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