Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Lohngleichheit für Frauen: SPD attackiert Union

Arbeitsmarkt Lohngleichheit für Frauen: SPD attackiert Union

Die Fronten in der Koalition beim Thema Lohngleichheit sind verhärtet. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Problem: Union und SPD legen den Koalitionsvertrag unterschiedlich aus.

Voriger Artikel
AfD-Vize Gauland findet Nationalelf nicht so richtig deutsch
Nächster Artikel
Bundespräsident Gauck will angeblich auf zweite Amtszeit verzichten

Im Streit um Lohngleichheit für Frauen will die Kanzlerin der SPD angeblich nicht entgegenkommen.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. Im Streit über Lohngerechtigkeit für Frauen wirft die SPD der Union altmodisches Denken vor. "Wie immer, wenn es um Belange der Frauen geht, blockiert die Union eine moderne Politik", sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley in Berlin.

"Volker Kauder beweist einmal mehr, dass er einem gestrigen Gesellschaftsbild anhängt." Es geht um die Frage, inwieweit Frauen Auskunft darüber bekommen können, wie viel Geld ihre männlichen Kollegen bekommen. Dem "Spiegel" zufolge will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der SPD bei dem Vorhaben nicht entgegenkommen. Der Koalitionsvertrag werde eins zu eins umgesetzt, habe Merkel bei einem Unionstreffen deutlich gemacht, schreibt das Magazin.

Allerdings legen Union und SPD den Koalitionsvertrag unterschiedlich aus: Aus Sicht der CDU sollen Arbeitnehmer erst in Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern Auskunft über die Gehaltshöhe ihrer Kollegen erhalten können. Die SPD interpretiert die Vereinbarung dagegen so, dass sie weitaus mehr Betriebe beträfe.

SPD-Generalsekretärin Barley sagte, Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern sei längst überfällig und eine Frage der Gerechtigkeit. "Anstatt den Bremsern in der eigenen Partei hinterherzulaufen, sollte Angela Merkel sich für die Millionen berufstätigen Frauen in unserem Land einsetzen."

Ein Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wies die Aussagen Barleys als unzutreffend zurück. Fraktionschef Volker Kauder habe sich mehrfach zum Grundsatz der Lohngleichheit von Mann und Frau bekannt. "In den Gesprächen zwischen den Koalitionspartnern geht es momentan darum, wie dieses Prinzip auch mit Hilfe staatlicher Regelungen umfassender verwirklicht werden kann." Der vorliegende Gesetzentwurf aus dem Familienministerium wäre in der Praxis für kleinere Unternehmen aber nur sehr schwer umzusetzen.

Kauder hatte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) bereits am Dienstag vorgeworfen, mit ihrem Gesetzentwurf weit über den Koalitionsvertrag hinausgegangen zu sein. "Das machen wir nicht mit", kündigte er an.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr