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Politik Malta verbietet „Therapie“ von Homosexuellen
Nachrichten Politik Malta verbietet „Therapie“ von Homosexuellen
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20:47 06.12.2016
Malta, der kleine Inselstaat am Mittelmeer hat Therapien gegen Homosexualität verboten. Quelle: dpa
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Valletta

In Malta sind künftig Therapien mit dem Ziel verboten, die sexuelle Orientierung von Schwulen und Lesben per Therapien zu verändern. Menschenrechtler begrüßten die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes, das weltweit einmalig sei.

Geld- und Gefängnisstrafen drohen

Demnach wird künftig der Versuch, Homosexuelle zu „heilen“, mit Geldstrafen bis 4600 Euro und in besonders schweren Fällen mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

„Rund um die Welt haben Menschen unter Bekehrungspraktiken gelitten, die zum Tod oder zu schweren Schäden führten.

Menschenrechtler: Gesetzt fördert Gleichheit

Solche Praktiken zu verbieten, fördert die Gleichheit zwischen allen sexuellen Orientierungen und Ausdrucksweisen“, sagte der Direktor der Menschenrechts- und Integrationskommission des Inselstaats, Silvan Agius, der Nachrichtenagentur dpa. Malta sei das erste Land in der Welt, das dergleichen verbiete.

Malta gilt heute als ein Vorreiter, wenn es um die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen (LGBT) geht. Erst 2011 war in dem katholisch geprägten EU-Land die Ehescheidung legalisiert worden.

Auch die Bundesärztekammer warnte bereits vor den gravierenden Folgen solcher Umpolungsversuche. In einer Erklärung stellte sie klar, dass Homosexualität keine Erkrankung sei und deshalb keine Therapie erfordere.

Von RND/dpa

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