Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Mehrheit glaubt nicht an Sieg von Martin Schulz
Nachrichten Politik Mehrheit glaubt nicht an Sieg von Martin Schulz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 26.02.2017
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Erstmals seit der Ausrufung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat fällt die Partei in der Wählergunst zurück. Im wöchentlichen „Sonntagstrend“ des Emnid-Instituts für die „Bild am Sonntag“ verliert die SPD einen Punkt und kommt auf 32 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit der Union, die gegenüber der Vorwoche unverändert bleibt. Auch die AfD mit 9 Prozent, die Linke mit 8 und die Grünen mit 7 Prozent verharren auf ihrem bisherigen Stand. Die FDP verbessert sich um einen Punkt auf 7 Prozent.

Mehrheit hält Schulz’ Ankündigung für unglaubwürdig

Damit würde es von den denkbaren Bündnisoptionen allein für die Fortsetzung der großen Koalition reichen. Weder Rot-Rot-Grün noch eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP noch eine Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP hätte eine Mehrheit.

Die meisten Befragten gehen auch nicht davon aus, dass Schulz im Herbst Angela Merkel im Kanzleramt ablöst. 50 Prozent bezweifeln, dass er das schafft; 36 Prozent sind davon überzeugt. Unter den SPD-Anhängern glaubten immerhin 56 Prozent daran, dass Schulz Kanzler werde, berichtet die „Bild“-Zeitung.

Die Mehrheit nimmt Schulz' auch nicht seine Ankündigung ab, sich besonders für „hart arbeitende Menschen“ einzusetzen. 57 Prozent halten das für „unglaubwürdig“, 36 Prozent für „glaubwürdig“.

Für die Umfrage wurden Mitte Februar 1880 repräsentativ ausgewählte Personen befragt. Eine Frage lautete zum Beispiel: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?

Schulz: Ich habe geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Die SPD ist seit Schulz’ Ausrufung als Kanzlerkandidat Ende Januar in den Umfragen aus ihrem jahrelangen 20-bis-25-Prozent-Tief auf Werte über 30 Prozent hochgeschossen. Schulz spielt seine Bedeutung dafür aber herunter. Sein persönlicher Anteil daran sei „sehr gering“, sagte er in einem Exklusiv-Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Die Mitte der Gesellschaft habe schon lange das Gefühl, dass es zu wenig Respekt voreinander und zu viel Verrohung und Polarisierung in der Gesellschaft gebe, sagte Schulz. Für die „klassisch sozialdemokratischen Werte“ wie Respekt, Toleranz und Zusammenhalt stünden viele. Die SPD zeige jetzt aber wieder, dass sie an sich selbst glaube. Deshalb stehe sie so gut da. „Ich als Person gebe dem möglicherweise eine passende Stimme“, sagte Schulz.

Das komplette Interview lesen Sie hier.

Von dpa/RND

Das jährliche Galadinner der im Weißen Haus akkreditierten Journalisten hat Tradition. Im Mittelpunkt steht in der Regel eine launige Rede des jeweiligen US-Präsidenten – nur in diesem Jahr nicht. Donald Trump wird nicht teilnehmen.

26.02.2017
Politik Parteichef der US-Demokraten - Perez macht Trump eine Kampfansage

Die US-Demokraten liegen am Boden, guter Rat ist teuer. Nun soll Obamas früherer Arbeitsminister Tom Perez der Partei wieder auf die Beine helfen. Er setzt auf Geschlossenheit – und sagt Präsident Trump den Kampf an.

26.02.2017

Das Nato-Ziel zur Erhöhung der Militärausgaben spaltet die Regierung. Von der Leyen dringt auf Einhaltung der Verpflichtung, Gabriel hält das für naiv. Nun bekommt die Verteidigungsministerin Rückendeckung von der Kanzlerin.

25.02.2017
Anzeige