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Politik Merkel bei Wahlkampf in Berlin bepöbelt
Nachrichten Politik Merkel bei Wahlkampf in Berlin bepöbelt
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22:19 14.09.2016
Gute Miene trotz Protesten: Frank Henkel und Angela Merkel bei der Wahlkampfkundgebung in Berlin. Quelle: AFP
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Berlin

Sie wollten um die politische Mitte werben und trafen auf Rechtsaußen. Kanzlerin Angela Merkel und Spitzenkandidat Frank Henkel betonten zum Wahlkampfende vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am 18. September, nur die CDU könne diese Mitte garantieren. „Wir brauchen Lösungen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten“, sagte Merkel. „Zusammenhalt, das ist das Credo der bürgerlichen Mitte und der Christlichen Demokratischen Union.“

Ausgerechnet im bürgerlichen Lichterfelde pöbelten AfD und Pegida

Die CDU hatte zu der Kundgebung in den Bezirk Steglitz-Zehlendorf eingeladen, eine Hochburg der ansonsten in Berlin schwächelnden Union. Sie liegt in Umfragen zwischen 17 und 20 Prozent. Rund 1500 Leute hatten sich auf und um den Kranoldplatz versammelt. Mitten auf dem Platz störten rund 30 Leute – offenbar Sympathisanten der AfD und Pegida – mit andauernden Pfiffen, Buh- und „Hau ab“-Rufen die Veranstaltung. Auf Transparenten stand „Merkel muss weg“ und „Mutti gib den Führerschein ab“. Am Ende der Veranstaltung riefen einige „AfD, AfD“. Andere in der Störergruppe betonten, sie gehörten keiner Partei an. Sie protestierten nur gegen die Politik der etablierten Parteien und machten so ihrem Ärger Luft.

Henkel grenzt sich von Rechts ab und warnt vor Rot-Rot-Grün

Henkel grenzte sich scharf von der rechtspopulistischen AfD ab, die er mit aller Macht bekämpfe. „Ich kann keine Partei ertragen, die Rassisten an ihrer Spitze duldet und überhaupt kein Problem hat, auf Frauen und Kinder zu schießen, pfui Deibel“, rief der Innensenator unter dem Beifall der CDU-Anhänger. Mit Blick auf die Störer sagte Henkel: „Diese Krakeeler geben einen Vorgeschmack darauf, was uns erwarten würde, wenn wir Berlin dem rechten oder linken Pöbel überlassen.“ Der CDU-Spitzenkandidat warnte auch vor einer Stimmabgabe für die AfD, die nur eine Stimme für Rot-Rot-Grün wäre. „Rot-Rot-Grün wäre ein Alptraum für Berlin und diesen Alptraum gilt es am 18. September zu verhindern. Das geht nur mit Stimmen für die CDU.“ Merkel verteidigte erneut ihre Flüchtlingspolitik als „humanitäre Verantwortung“ gegenüber Menschen, die vor Krieg und Not fliehen würden. Genauso klar sei aber auch die Linie der Union, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen und diejenigen konsequent nach Hause zu schicken, die hier keinen legalen Aufenthaltsstatus bekämen.

Von RND/dpa

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