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Merkel mahnt CDU zu Veränderungsbereitschaft

Parteien Merkel mahnt CDU zu Veränderungsbereitschaft

Die CDU-Vorsitzende, Kanzlerin Angela Merkel, hat ihre Partei zu Veränderungsbereitschaft und Selbstkritik aufgerufen. "Wir haben die Weisheit nicht gepachtet", sagte Merkel am Montag in Berlin bei einem Festakt zum 70. Geburtstag der CDU vor rund 600 Gästen, unter ihnen auch die Parteichefs von SPD, Sigmar Gabriel, und Grünen, Cem Özdemir und Simone Peter.

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Sorgenvoller Blick: Finanzminister Schäuble (2.v.l.) in Berlin beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU.

Quelle: Wolfgang Kumm

Berlin. r.

Merkel forderte Demut vor Erkenntnissen und Errungenschaften anderer. Sie betonte aber, die CDU habe einen klaren politischen Kompass und Mut. "Mut ist auch die Bereitschaft immer wieder etwas zu verändern (...). Das war der Anspruch der CDU vor 70 Jahren und bleibt es auch." Merkel führt die CDU seit 2000.

Ihre Rede im E-Werk - einem ehemaligen Umspannwerk - war zu einem großen Teil nicht parteipolitisch und richtete sich an ihre Partei, das Land und Europa gleichermaßen. Die Kanzlerin hob hervor, der Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg sei nur gelungen, weil die richtigen Lehren gezogen und die eigene Schuld an Krieg und Holocaust anerkannt worden seien.

Die CDU habe sich zu einer erfolgreichen Volkspartei entwickelt, weil sie alle Bevölkerungsschichten integriere und "das Gemeinsame über das Trennende" gestellt habe. Zu ihren Leitlinien gehörten die Wahrung der Menschenwürde, der Einsatz für die Freiheit und Verantwortungsübernahme, die Partnerschaft mit Wirtschaft und Gewerkschaften und neben der deutschen Einheit die Einheit Europas. Mit Blick auf die Griechenland-Krise mahnte sie weiterhin zu Kompromissen und warnte vor einem Auseinanderfallen Europas.

Die Landesgruppenvorsitzende der Schwesterpartei CSU im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte, die CDU seine keine Klientel-, Protest- oder Kaderpartei. "Sondern sie ist eine Bürgerpartei geblieben mit selbstbewussten Mitgliedern und starken Landesverbänden."

dpa

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