Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Merkel will Vermietern überbelegter Häuser Druck machen

Gesellschaft Merkel will Vermietern überbelegter Häuser Druck machen

Dutzende Menschen zusammengepfercht in einer kleinen Wohnung: In solchen "Problemhäusern" wohnen meist arme Zuwanderer aus Südost-Europa unter unwürdigen Bedingungen. Kanzlerin Merkel will den Vermietern ihr zweifelhaftes Geschäftsmodell zerstören.

Voriger Artikel
Merkel besucht Flüchtlingsheim in Heidenau
Nächster Artikel
Krankenversicherten drohen höhere Beiträge

Bundeskanzlerin Merkel: Im Rahmen ihres Bürgerdialogs unter dem Motto «Gut leben in Deutschland» diskutiert sie mit Vertretern von Stadt, Verbänden und einer Bürgerinitiativein NRW.

Quelle: Federico Gambarini

Duisburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Druck auf die Vermieter dramatisch überbelegter und vermüllter Schrotthäuser machen und besser über die Hintermänner der Immobiliengeschäfte aufklären.

"Menschen werden praktisch wie Ware behandelt und ausgebeutet", sagte sie bei einer Diskussion mit Bürgern des Problemviertels Duisburg-Marxloh. Es müsse transparent werden, wer diese Häuser zur Verfügung stelle. Die Frage sei: "Was können wir tun, um den Leuten das Geschäftsmodell zu zerstören?" Die Bundesregierung werde prüfen, ob es Gesetzeslücken gebe, versprach Merkel.

Allein in Marxloh leben mehr als 1000 Zuwanderer - etwa aus Rumänien - zeitweise zusammengepfercht auf engstem Raum. Im Bürgerdialog unter dem Titel "Gut leben in Deutschland" berichteten mehrere Teilnehmer von Müllbergen vor völlig überfüllten Mietshäusern. Das Stadtviertel Marxloh war zuletzt wegen Straßenkriminalität und gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Polizei in die Schlagzeilen geraten.

Merkel sieht die Herkunftsländer stärker in der Verantwortung, diese Zuwanderung aus Armutsgründen einzudämmen. Eine gute Seite der europäische Integration sei zwar die Freizügigkeit, sagte sie. "Aber wir haben keine Sozialunion." Es sei beispielsweise nicht machbar, dass Deutschland automatisch jeden Kranken versichere, der ins Land komme und nicht arbeite. Es dürfe nicht die Botschaft gelten: "Jeder darf kommen."

Um die Probleme als Ganzes anzugehen, müsse mit den Verantwortlichen in Herkunftsländern wie Bulgarien und Rumänien darüber gesprochen werden, was "zu Hause schief läuft".

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Fotografieren Sie Ihre buntesten Momente in Leipzig und der Region und nehmen Sie am Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig teil. Die schönsten Bilde... mehr

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr