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Politik Merkel wirft Türkei Missbrauch von Interpol vor
Nachrichten Politik Merkel wirft Türkei Missbrauch von Interpol vor
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21:55 20.08.2017
Kritisiert die Türkei: Kanzlerin Merkel. Quelle: dpa
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Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die auf Wunsch der Türkei erfolgte Festnahme des Kölner Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien kritisiert. „Ich sage dazu, dass das aus meiner Sicht nicht geht“, sagte Merkel am Sonntag in Berlin in der RTL-Fragerunde mit Bürgern „An einem Tisch mit Angela Merkel: Deutschland fragt nach“.

Sie sei sehr froh, dass Spanien Akhanli, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft hat, erst einmal freigelassen habe. Die Bundesregierung sei mit Spanien in Kontakt. „Ich würde auch jederzeit den Ministerpräsidenten anrufen“, sagte Merkel. Man dürfe die internationalen Organisationen wie Interpol nicht „für sowas“ missbrauchen.

Die spanische Polizei hatte Akhanli am Sonnabend auf Grundlage einer sogenannten Red Notice der Internationalen Polizeibehörde Interpol festgenommen und am Sonntag wieder freigelassen. Damit kann ein Staat die anderen Länder um die Festnahme einer Person bitten, der Auftrag war aus der Türkei gekommen. Am Sonntag kam der Schriftsteller frei, muss aber vorerst in Madrid bleiben. Er lebt seit 1991 in Deutschland.

Von RND/dpa

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