Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mindestens 24 Tote nach Wahl in Kenia

Eskalation in Nairobi Mindestens 24 Tote nach Wahl in Kenia

Uhuru Kenyatta hat die Präsidentschaftswahl in Kenia gewonnen. Doch wie befürchtet kommt es zu Gewalt zwischen Demonstranten und Polizisten. Wird sich die Lage beruhigen – oder eskalieren?

Demonstranten und Polizisten in Kenias Hauptstadt Nairobi.

Quelle: dpa

Nairobi. Bei Protesten nach der hart umkämpften Präsidentschaftswahl in Kenia sind Menschenrechtlern zufolge mindestens 24 Menschen getötet worden. 17 davon seien in der Hauptstadt Nairobi ums Leben gekommen, sagte die Leiterin der kenianischen Menschenrechtskommission, Kagwiria Mbogori. Es sei ermittelt worden, dass die meisten Opfer von Polizisten erschossen wurden. Bei der Präsidentschaftswahl am Dienstag sicherte sich Staatschef Uhuru Kenyatta mit 54,27 Prozent der Stimmen eine zweite Amtszeit.

Obwohl der Wahltag selbst weitgehend friedlich verlaufen war, kam es vor allem nach Verkündung des Ergebnisses am Freitag in einigen Teilen des Landes zu Protesten von Unterstützern der Opposition. Das Rote Kreuz behandelte nach eigenen Angaben 93 Verletzte in Nairobi und im Westen Kenias. Im westlichen Bezirk Kisumu sei ein Mensch gestorben, sagte der örtliche Sicherheitschef Wilson Njenga. Demonstranten hätten Geschäfte geplündert und niedergebrannt und Straßen blockiert. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. In Mathare, einem Slum von Nairobi, seien rund 20 Menschen verletzt worden, mindestens vier hätten Schussverletzungen erlitten, teilte Ärzte ohne Grenzen mit.

Unterlegener Odinga lehnt Ergebnis ab

Kenyattas Herausforderer Raila Odinga erhielt der Wahlbehörde zufolge 44,74 der rund 15 Millionen Stimmen. Sein Parteienbündnis Nasa lehnte das Ergebnis aber als „Farce“ ab und sprach von Wahlbetrug. Wie das Parteienbündnis nun weiter verfahren werde, sei noch unklar. Nasa warf den Sicherheitskräften zudem vor, mehr als 100 Menschen seit der Verkündung des Wahlergebnisses getötet zu haben. Worauf diese Zahl basierte, sagte das Bündnis nicht.

In Kisumu sowie den Slums Kibera und Mathare in Nairobi habe es „sporadische Fälle von Gesetzlosigkeit gegeben“, sagte Innenminister Fred Matiang'i. Dies seien aber keine Demonstranten gewesen, sondern Kriminelle, die die Situation ausnutzten. Die Polizei habe zudem keine unverhältnismäßige Gewalt angewandt, sagte er.

Amnesty International forderte eine Aufklärung der Berichte, Polizisten hätten Demonstranten erschossen. „Jeder hat das Recht auf friedliche Proteste“, sagte Muthoni Wanyeki, der Ostafrika-Chef der Menschenrechtsorganisation.

2007 kamen mehr als 1000 Menschen um Leben

Angst vor Unruhen hatten den harten Wahlkampf und die Abstimmungen am Dienstag für einen neuen Präsidenten, ein Parlament, Gouverneure und Bezirksvertretungen begleitet. Wahlen in Kenia waren in der Vergangenheit oft mit ethnischen Spannungen und Gewalt verbunden. Nach den Wahlen im Jahr 2007 kam es zu blutigen Zusammenstößen, bei denen mehr als 1000 Menschen getötet wurden und rund 150 000 Menschen flohen.

Von RND/dpa

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Die XL - Leipzigs neue Straßenbahn
    Malaktion

    Die neue XL-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe ist in Leipzig unterwegs. Im Special sehen Sie Fotos und erfahren alle Neuigkeiten, Termine und Eve... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr