Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
NSU-Mord in Dortmund: Böhnhardt soll Tatort ausgespäht haben

Prozesse NSU-Mord in Dortmund: Böhnhardt soll Tatort ausgespäht haben

Eine harmlos aussehende Postkarte mit einem Elefantenbaby hat eine BKA-Ermittlerin darauf gebracht, dass zumindest einer der mutmaßlichen NSU-Terroristen ein Mordopfer in Dortmund ausgespäht haben könnte. Die Spur wäre fast übersehen worden.

Voriger Artikel
Großrazzia gegen mutmaßliche Islamistenhelfer in Berlin
Nächster Artikel
Bsirske weiter an Verdi-Spitze

Uwe Böhnhardt hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Postkarte aus Dortmund geschickt.

Quelle: Bundeskriminalamt

München. Mindestens einer der beiden Männer des mutmaßlichen NSU-Terrortrios soll ein halbes Jahr vor dem Mord an dem türkischstämmigen Gewerbetreibenden Mehmet Kubasik den Tatort in Dortmund ausgespäht haben.

Das sagte eine Ermittlerin des Bundeskriminalamtes (BKA) am Dienstag als Zeugin im Münchner NSU-Prozess. Sie sei auf diese Spur gestoßen, als sie in den Asservaten eine in Dortmund abgestempelte Postkarte fand, die an die Adresse der Zwickauer Fluchtwohnung des NSU-Trios adressiert war.

Kubasik ist das achte der neun Opfer mit Migrationshintergrund. Das Motiv war in diesen Fällen nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft rassistischer Hass. Außerdem soll der NSU die Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen haben. Vor dem Oberlandesgericht München muss sich Beate Zschäpe als mutmaßliche Mittäterin verantworten.

Die Postkarte zeige das Bild eines Elefantenbabys, sagte die Ermittlerin. Handschriftlich hätten darauf die Worte gestanden: "Viele liebe Grüße, das Wetter ist schön." Eine graphologische Untersuchung habe ergeben, dass es sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um die Handschrift von Uwe Böhnhardt handele. Bei der Post sei die Karte am 21. September 2005 gestempelt worden. Kubasik wurde am 4. April 2006 mutmaßlich von Böhnhardt und Uwe Mundlos erschossen.

Die Beamtin sagte auch, dass die Spur beim BKA zuerst übersehen worden sei. Der zunächst zuständige Ermittler habe vermerkt, sie habe mit dem NSU-Trio nichts zu tun, weil der Empfängername "Matthias D." gelautet habe. Ihr sei die Karte aber später aufgefallen, weil sie diesen Namen als geläufigen Aliasnamen des Trios kannte.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr