Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik NSU-Opfer: "Ich will wissen, wie das möglich war"
Nachrichten Politik NSU-Opfer: "Ich will wissen, wie das möglich war"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:40 10.11.2015
Ein undatiertes Foto zeigt Yvonne Boulgarides, die Witwe des Münchner NSU-Mordopfers Theodoros Boulgarides. Von der angekündigten Aussage der NSU-Angeklagten Zschäpe erhofft sich die Hinterbliebene eines der Opfer Aufschluss über die Hintergründe der rechtsextremen Mordserie. Foto: Privat/Archiv
Anzeige
München

"Mich interessiert, wie es möglich war, dass sie so viele Morde begehen konnten, obwohl man wissen musste, wo sie sind", sagte Yvonne Boulgarides der Deutschen Presse-Agentur über die Terrorzelle. 

Sie wünsche sich auch, dass Zschäpe "über die Zusammenhänge zwischen dem NSU, seinen Helfern und den Verfassungsschutzämtern" aussage. Das bisherige Schweigen der Angeklagten bezeichnete sie als "Taktik". 

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess und muss sich für die zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge verantworten, die die Bundesanwaltschaft dem "Nationalsozialistischen Untergrund" vorwirft. Ihr Verteidiger Mathias Grasel hatte am Montag angekündigt, er werde am Mittwoch im Gericht eine Erklärung Zschäpes verlesen.

Yvonne Boulgarides ist die Witwe des NSU-Opfers Theodoros Boulgarides. Der Grieche war am 15. Juni 2005 in seinem Schlüsseldienst-Laden in München mit drei Kopfschüssen getötet worden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wo während der Nazi-Zeit Aufmärsche publikumswirksam inszeniert wurden, demonstriert heute das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis - auch am 9. November, einem Schicksalstag der deutschen Geschichte. Das ruft viele Gegendemonstranten auf den Plan.

09.11.2015

Spektakuläre Wende im NSU-Prozess: Die Hauptangeklagte und mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe will ihr mehr als zweieinhalbjähriges Schweigen brechen.

09.11.2015

Zunächst sah es so aus, als liege der Innenminister beim Thema Familiennachzug für Syrer total daneben. Doch nun schart de Maizière mit seiner Idee immer mehr Fans in CDU und CSU hinter sich. Eine weitere Zwickmühle für Schwarz-Rot.

09.11.2015
Anzeige