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Nach Ausschreitungen Ruhe an Dresdner Flüchtlings-Zeltstadt

Flüchtlinge Nach Ausschreitungen Ruhe an Dresdner Flüchtlings-Zeltstadt

Nach gewalttätigen Ausschreitungen bei einer NPD-Demonstration gegen Asylbewerber in Dresden ist rund um die aufgebaute Zeltstadt Ruhe eingekehrt. In der Nacht zum Sonntag sollen dort weitere Flüchtlinge ankommen.

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Erste Flüchtlinge kommen in den späten Abendstunden in Dresden in der eilig errichteten Zeltstadt an.

Quelle: dpa

Dresden. 300 Menschen würden erwartet, sagte Staatssekretär Michael Wilhelm.

Aktuell hielten sich dort bereits 470 Flüchtlinge auf. Ob die angekündigte Zahl von 1100 erreicht werde, könne er nicht sagen. "Wir müssen sehen, wie viele Bewerber am Abend noch kommen und was in der nächsten Woche passiert." Dem Deutschen Roten Kreuz zufolge soll das Camp am Abend die volle Kapazität erreichen.

Bei den Krawallen am Freitagabend waren laut Polizei zwei Frauen im Alter von 15 und 25 Jahren sowie ein 60-Jähriger verletzt worden. Nach den Kundgebungen von NPD und Gegendemonstranten seien Kunststoff- und Glasflaschen sowie Pyrotechnik geflogen. Die Polizei, die mit etwa 50 Beamten die Demonstrationen mit zusammen rund 550 Teilnehmern absicherte, setzte Pfefferspray ein, um beide Gruppen zu trennen. Ein 25-Jähriger, der eine Verkehrswarnbake geworfen hatte, wurde vorübergehend festgenommen.

Schon am Donnerstagabend waren Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes von Asylgegnern beim Aufbau der Zelte behindert und in einem Fall auch bedroht worden. Wilhelm zufolge ist die Zeltstadt sicher. "Die Bereitschaftspolizei ist vorbereitet", sagte er.

Sachsens Regierung sowie die Parteien verurteilten die Gewalt. "Angegriffene DRK-Mitarbeiter und Körperverletzungen gegenüber Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, sind nicht hinzunehmen. Hier werden Grenzen überschritten", sagte Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (CDU). "Diejenigen, die das tun, werden wir unerbittlich verfolgen und zur Rechenschaft ziehen." Er appellierte an die Dresdner, die Flüchtlinge willkommen zu heißen: "Zeigen Sie Menschlichkeit!" Innenstaatssekretär Michael Wilhelm nannte die Ereignisse "beschämend".

dpa

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