Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Nach Dresdner OB-Wahl: SPD spricht CDU Großstadt-Kompetenz ab
Nachrichten Politik Nach Dresdner OB-Wahl: SPD spricht CDU Großstadt-Kompetenz ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:05 08.06.2015
Wahlplakate von Markus Ulbig (CDU) und Eva-Maria Stange (SPD). Quelle: Arno Burgi/Archiv
Anzeige
Dresden/Berlin

i. "Schaut man auf die Chefsessel in den größten Städten Deutschlands, kann die Union natürlich nicht zufrieden sein. Es wäre aber falsch zu sagen, dass die CDU grundsätzlich nicht Großstadt kann", erklärte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

Bei der Wahl am Sonntag hatte der CDU-Kandidat, Sachsens Innenminister Markus Ulbig, nur 15,4 Prozent der Stimmen bekommen. Damit droht der Partei der Verlust ihres letzten OB-Postens in einer deutschen Großstadt mit mehr als 500 000 Einwohnern. Mit Ausnahme von Stuttgart (Fritz Kuhn/Grüne) werden derzeit die zehn größten deutschen Städte von Sozialdemokraten regiert. Dresden ist die elftgrößte Stadt.

"Offensichtlich ist es mit der Großstadt-Kompetenz der CDU nicht weit her", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi in Berlin. Der ehemalige Hamburger CDU-Landeschef und Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg sagte im Deutschlandradio Kultur, die Union wisse nicht, ob sie eine moderne und liberale Stadtpartei sein solle. Es gebe auch eine Strömung, die das Konservative und Bürgerliche stärker betonen wolle.

Die Entscheidung wird ein zweiter Wahlgang am 5. Juli bringen. Die CDU strebt dafür ein Bündnis mit dem FDP-Politiker Dirk Hilbert an, der es als unabhängiger Kandidat mit 31,7 Prozent auf den zweiten Platz schaffte. Die rot-rot-grüne Kandidatin Eva-Maria Stange (SPD), Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, bekam genau 36 Prozent.

Die Kandidatin der islamkritischen Pegida, Tatjana Festerling, die gut 21 000 Stimmen (9,6 Prozent) erreicht hatte, zog sich am Montag aus dem Rennen zurück. Sie rief zur Unterstützung Hilberts auf. Pegida sei Teil des konservativ-bürgerlichen Lagers und müsse deshalb Opfer bringen, um Rot-Rot-Grün in Dresden zu verhindern.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einem Bekenntnis zum schrittweisen Ausstieg aus der Kohle setzen die G7-Staaten ein Signal gegen die Erderwärmung. Ein halbes Jahr vor dem UN-Klimagipfel in Paris gaben die G7-Staats- und Regierungschefs das Ziel aus, "im Laufe des Jahrhunderts" eine Weltwirtschaft ohne die Nutzung von fossilen Energieträgern wie Kohle zu ermöglichen.

08.06.2015

Nach seiner Mitgliedschaft im rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan hat ein baden-württembergischer Polizist Fehler eingeräumt. "Glauben Sie mir eines: Über meine Blödheit mache ich mir selber genug Gedanken", sagte der heute 45 Jahre alte Beamte im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags in Stuttgart.

08.06.2015

Trotz stabiler Wirtschaft und sprudelnder Steuereinnahmen sind die Sozialausgaben der Kommunen auf einen neuen Rekordwert von 78 Milliarden Euro gestiegen. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung kletterten die Kosten etwa für Langzeitarbeitslose, Kinder und Behinderte binnen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent.

08.06.2015
Anzeige