Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Nahles: Bei Ostrenten ist die Union am Zug
Nachrichten Politik Nahles: Bei Ostrenten ist die Union am Zug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:54 31.08.2016
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles plant eine Angleichung der Renten in zwei Schritten. Quelle: Marijan Murat
Berlin

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sieht bei der angestrebten Angleichung der Ostrenten auf Westniveau jetzt die Union am Zug. Die Grundfrage sei, ob CDU/CSU zu den gemeinsamen Verabredungen stehen, sagte Nahles in Berlin.

Im Streit um die Finanzierung zeigte sich Nahles unnachgiebig. Die Renteneinheit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und somit aus Steuermitteln zu finanzieren. "Das ist für mich ein harter Punkt."

Beim Zeitplan zeigte sie sich kompromissbereit. "Ich werde es nicht an einer Jahreszahl scheitern lassen", sagte die Politikerin der "Schweriner Volkszeitung" (Mittwoch). "Wir wollen die Renteneinheit. Am liebsten schon 2020, dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Zeit reif dafür." Man könne durchaus Veränderungen bei der Schrittfolge des Konzepts vornehmen.

Nahles plant eine Angleichung in zwei Schritten. Danach belaufen sich die Mehrausgaben von 2018 an zunächst auf 1,8 Milliarden Euro im Jahr. 2020 sind es dann 3,9 Milliarden Euro. Anschließend sollen die Kosten abnehmen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will dafür keine Steuereinnahmen in Anspruch nehmen. Nahles beharrt jedoch darauf, dass die nötigen Mittel nicht aus den Rentenbeiträgen kommen sollen.

Noch sei es nicht zu einem direkten Gespräch mit Schäuble zu der Frage gekommen, sagte Nahles. Auf die Frage, was passiert, wenn sie sich in der Frage nicht durchsetzt, sagte Nahles: "Das Sollte-Wenn-Dingsbums gibt's nicht."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat deutsche Fehler in der Flüchtlingspolitik in der Vergangenheit eingeräumt: "Auch wir Deutschen haben das Problem zu lange ignoriert und die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Lösung verdrängt".

30.08.2016

Der CSU-Chef gibt sich genervt - und sieht in der K-Debatte bei der CDU Amateure am Werk. Micky Mäuse und Leichtmatrosen eben. Vollprofis konzentrierten sich erst auf Inhalte und dann auf Personen.

30.08.2016

Hartz-IV-Empfänger können mit mehr Geld rechnen. Die Spanne der Erhöhungen reicht von 3 bis 21 Euro. Nur für kleine Kinder gibt es nicht mehr - nicht der einzigen Stein des Anstoßes.

30.08.2016