Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Nahrung und Medikamente: Helfen aus der Ferne
Nachrichten Politik Nahrung und Medikamente: Helfen aus der Ferne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:49 05.06.2015
Die Johanniter organisieren unter anderem die Verteilung von Lebensmitteln an Nepalesen. Quelle: Martin Pelzl
Anzeige
Leipzig/Berlin

Er hat Nepal nie bereist und kennt das Land nun doch besser als viele(s) andere: Julian Rossig aus Leipzig. Der 32-jährige hauptberufliche Mitarbeiter der evangelischen Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe hat kurz nach dem schweren Beben am 25. April „als einziger Nicht-Berliner" von der Hauptstadt aus im Operation-Center genannten Krisenstab gemeinsam mit sechs Kollegen den Einsatz der Johanniter-Hilfskräfte koordiniert. Seit 2011 ist er nach einer Extra-Ausbildung sowie den entsprechenden Impfungen bei der Auslandshilfe dabei, kann auch vor Ort eingesetzt werden. Seine Feuertaufe bestand er im Krisenstab 2013 nach dem schweren Taifun auf den Philippinen.

„Es ist unglaublich schwer, sich in einem geschlossenen Raum vorzustellen, was vor Ort läuft, und dann Entscheidungen zu treffen", sagt Rossig. Für die Soforthilfe sei die Hauptschwierigkeit „der wahnsinnige Zeitdruck". Telefonate seien abgebrochen, die notwendige offizielle Einladung der nepalesischen Behörden sei verzögert eingetroffen. „Wichtig waren wie immer die Erkenntnisse des fünfköpfige Erkundungsteams vor Ort", so der Leipziger. Letztlich habe man sich vor allem in der besonders schwer betroffenen Provinz Sindhupalchok engagiert, mit später eintreffenden 20 Kräften im Ort Koladawan eine provisorische Gesundheitsstation errichtet sowie Nahrungsmittel, Planen und Medikamente verteilt. „Wir setzen hier auf langfristige Hilfe, sind nicht nach vier Wochen wieder weg", so der Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle Sachsen. mape

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach den Erdbeben in Nepal hilft Konrad Menzel vom Dresdner Verein Arche Nova vor Ort in Bhaktapur, Ghorka und Trisuli Bazar.

05.06.2015

Auch knapp sechs Wochen nach dem Erdbeben kämpft Nepal noch immer mit den Nachwirkungen. Nepals Informationsminister Minendra Rijal (46) spricht im Interview über Pläne und Hoffnungen für die Zukunft.

05.06.2015
Politik Nach dem Erdbeben - Nepal im Ausnahmezustand

Knapp sechs Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in der Himalaya-Region mit über 8600 Toten befindet sich das am meisten betroffene Nepal noch immer im Ausnahmezustand. Zwar wurden in dieser Woche die ersten Schulen wieder eröffnet, von Normalität ist der Staat zwischen China und Indien aber weit entfernt.

05.06.2015
Anzeige