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Nahrung und Medikamente: Helfen aus der Ferne

Nach den Erdbeben Nahrung und Medikamente: Helfen aus der Ferne

Der Leipziger Julian Rossig von den Johannitern koordiniert den Hilfseinsatz für Nepal von Deutschland aus.

Die Johanniter organisieren unter anderem die Verteilung von Lebensmitteln an Nepalesen.

Quelle: Martin Pelzl

Leipzig/Berlin. Er hat Nepal nie bereist und kennt das Land nun doch besser als viele(s) andere: Julian Rossig aus Leipzig. Der 32-jährige hauptberufliche Mitarbeiter der evangelischen Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe hat kurz nach dem schweren Beben am 25. April „als einziger Nicht-Berliner" von der Hauptstadt aus im Operation-Center genannten Krisenstab gemeinsam mit sechs Kollegen den Einsatz der Johanniter-Hilfskräfte koordiniert. Seit 2011 ist er nach einer Extra-Ausbildung sowie den entsprechenden Impfungen bei der Auslandshilfe dabei, kann auch vor Ort eingesetzt werden. Seine Feuertaufe bestand er im Krisenstab 2013 nach dem schweren Taifun auf den Philippinen.

„Es ist unglaublich schwer, sich in einem geschlossenen Raum vorzustellen, was vor Ort läuft, und dann Entscheidungen zu treffen", sagt Rossig. Für die Soforthilfe sei die Hauptschwierigkeit „der wahnsinnige Zeitdruck". Telefonate seien abgebrochen, die notwendige offizielle Einladung der nepalesischen Behörden sei verzögert eingetroffen. „Wichtig waren wie immer die Erkenntnisse des fünfköpfige Erkundungsteams vor Ort", so der Leipziger. Letztlich habe man sich vor allem in der besonders schwer betroffenen Provinz Sindhupalchok engagiert, mit später eintreffenden 20 Kräften im Ort Koladawan eine provisorische Gesundheitsstation errichtet sowie Nahrungsmittel, Planen und Medikamente verteilt. „Wir setzen hier auf langfristige Hilfe, sind nicht nach vier Wochen wieder weg", so der Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle Sachsen. mape

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