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Politik Noch rund 2000 IS-Kämpfer in Al-Rakka
Nachrichten Politik Noch rund 2000 IS-Kämpfer in Al-Rakka
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14:49 05.08.2017
Syrische Truppen haben nach eigenen Angaben rund die Hälfte der IS-Hochburg Al-Rakka in Syrien von den Dschihadisten eingenommen.  Quelle: AP
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Washington

 In der nordsyrischen IS-Hochburg Al-Rakka halten sich nach Schätzung der US-Regierung noch rund 2000 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf. Das sagte der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, am Freitag (Ortszeit) in Washington. Nach Zahlen der Vereinten Nationen seien etwa 25.000 Zivilisten in der IS-Hochburg gefangen. Wie in der im Juli eroberten irakischen Großstadt Mossul benutzten die Terroristen Unbeteiligte als menschliche Schutzschilde, sagte McGurk. Wer versuche zu fliehen, werde von Scharfschützen getötet.

Kämpfer des syrisch-kurdischen Bündnisses der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten seit Beginn ihrer Offensive auf Al-Rakka Anfang Juni rund 45 Prozent der Stadt aus den Händen der Terroristen befreien können, sagte McGurk. „Der IS kämpft heute in Al-Rakka um jeden verbliebenen Block (...). Sie kämpfen um ihr eigenes Überleben.“

Al-Rakka ist seit der Rückeroberung Mossuls im benachbarten Irak die letzte bedeutende Hochburg in den Händen des IS. Die Stadt ist zwar vollständig von dem Bündnis eingekreist, trotzdem kontrollieren die Dschihadisten noch große Teile.

Anti-IS-Koalition riegelt türkisch-syrische Grenze ab

McGurk erklärte, dass der IS mittlerweile rund 70.000 Quadratkilometer der Fläche verloren habe, die er 2014 im Irak und in Syrien gehalten habe. Im Irak seien das circa 78 Prozent des ursprünglichen Gebietes unter IS-Herrschaft, in Syrien rund 58 Prozent.

Rund 40.000 IS-Anhänger aus 110 Ländern seien 2014 nach Syrien und in den Irak gekommen, sagte McGurk. In enger Zusammenarbeit mit der Türkei habe die internationale Anti-IS-Koalition die türkisch-syrische Grenze hermetisch abgeriegelt, so dass die Terrormiliz keine Kämpfer mehr in Richtung Europa schicken könne, sagte McGurk. Der Allianz liege heute eine Liste mit 19.000 Namen von IS-Kämpfern vor, die auch an Interpol übermittelt worden seien.

Von RND/dpa

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