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Politik Nur ein Drittel neuer Arzneien mit Zusatznutzen
Nachrichten Politik Nur ein Drittel neuer Arzneien mit Zusatznutzen
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13:18 04.01.2017
Jedes dritte neu auf den Markt gebrachte Medikament hat einem Kassenbericht zufolge keinen zusätzlichen Nutzen für die Patienten. Quelle: dpa
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Jedes dritte neu auf den Markt gebrachte Medikament hat keinen zusätzlichen Nutzen für die Patienten – das behaupten die Krankenkassen. Ein weiteres Drittel habe nur einen zusätzlichen Nutzen für einen Teil der Patienten, der Rest bringe klare Verbesserungen für alle Betroffenen.

Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie berufen sich auf einen Zwischenbericht der gesetzlichen Krankenkassen. Grundlage waren die Preisverhandlungen von Krankenkassen und Pharmaherstellern in den vergangenen Jahren für 129 Medikamente.

Einsparungsziel der Reform wurde verfehlt

Von diesen 129 Präparaten hatten nach Kassen-Angaben nur 44, also etwa ein Drittel, einen klar nachweisbaren zusätzlichen Nutzen. Ein weiteres Drittel (41 Präparate) hatte überhaupt keinen Vorteil im Vergleich zu bekannten Therapien, der Rest nur für einen Teil der Patienten.

Seit der Arzneimittelmarktreform (AMNOG) von 2011 werden neu auf den Markt kommende Präparate auf ihren Zusatznutzen im Vergleich zum Bestandsmarkt überprüft. Zudem wird im ersten Jahr der Markteinführung zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und dem jeweiligen Hersteller ein Erstattungsbetrag ausgehandelt. In dieser Zeit kann der Hersteller einen Preis nach seinen Vorstellungen veranschlagen.

Ziel der Reform war es, bis zu zwei Milliarden Euro jährlich einzusparen. Während der gesamten fünf Jahre konnten nach Angaben der Kassen aber nur 2,5 Milliarden Euro eingespart werden.

Von dpa/epd/RND

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