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22:59 20.09.2016
US-Präsident Barack Obama vor der UNO. Quelle: EPA
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New York/Genf

Die Flüchtlingskrise lasse sich nur durch gemeinsame Anstrengungen auf globaler Ebene lösen, erklärte Obama am Dienstag in New York. Er äußerte die Hoffnung auf konkrete Finanzzusagen von Staats- und Regierungschefs. Für den Nachmittag (Ortszeit) hatte der US-Präsident zu einem Gipfel bei den UN eingeladen, bei dem es um die Finanzierung der Flüchtlingshilfe gehen sollte. Auch über die Umsiedlung von Geflüchteten aus besonders belasteten Ländern wie die Türkei und Jordanien sollte beraten werden.

Ausdrücklich lobte Obama Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren Einsatz bei der syrischen Flüchtlingskrise. „Ich möchte Kanzlerin Merkel und (Kanadas) Premierminister (Justin) Trudeau und den Völkern dieser beiden Länder persönlich danken“, sagte Obama. Beide Länder hätten ihr Äußerstes gegeben, um Flüchtlingen zu helfen und sie zu unterstützen. Auch Schweden, Jordanien sowie Mexiko, wo nach UN-Angaben dieses Jahr bis zu 400 000 Flüchtlinge vor allem aus Zentral- und Südamerika erwartet werden, hätten viel geleistet.

Zum Auftakt der jährlichen Generaldebatte hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor Hass gegen Flüchtlinge und Migranten gewarnt. Politiker und Wahlkämpfer sollten der Versuchung widerstehen, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und Angst zu schüren. Der Beginn der Generaldebatte stand unter dem Eindruck des verheerenden Angriffs auf einen Hilfskonvoi in Syrien. Die Gewalttat mit rund 20 Toten und vielen Verletzten zwinge die Vereinten Nationen zu einer vorübergehenden Einstellung aller Hilfslieferungen, erklärte Generalsekretär Ban. Vor einer Woche war in dem Bürgerkriegsland eine Waffenruhe in Kraft getreten, die aber das syrische Regime am Montag aufkündigte.

Von RND/epd

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