Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Weltpolitik „in schwierigster Lage seit Ende des Kalten Krieges“
Nachrichten Politik Weltpolitik „in schwierigster Lage seit Ende des Kalten Krieges“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:25 10.06.2018
EU-Kommissar Günther Oettinger sieht die Weltpolitik und die Weltwirtschaft nach dem gescheiterten G7-Gipfel „in der schwierigsten Lage seit Ende des Kalten Krieges“. Quelle: dpa
Berlin

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) warnt vor Überreaktionen nach dem Scheitern des G7-Gipfels in Kanada. „Der Gipfel und sein Ausgang waren ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Die Weltpolitik und die Weltwirtschaft sind jetzt in der schwierigste Lage seit Ende des Kalten Krieges“, sagte Oettinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der Präsident der USA trägt Verantwortung dafür, dass die Erwartungen an den Gipfel schon im Vorfeld gering waren.“ Die Abschlusserklärung sei zwar von seinen Sherpas mitgetragen, dann aber von ihm persönlich per Tweet wieder zerstört werden. „Wichtig ist, dass die Europäer und Kanada besonnen bleiben und in keiner Form überreagieren“, sagte Oettinger. „Jetzt ist Gelassenheit gefragt. Wir müssen jetzt abwarten, welche weitere Entwicklung es im Handelsstreit gibt.“

Hoffnung auf Umdenken in Washington

Oettinger beklagte weitgehende Funkstille in den Gesprächen mit der Trump-Administration. „Die Fachleute, die Trump zu Beginn in seiner Regierung hatte, sind inzwischen zurückgetreten oder öffentlich gedemütigt worden. Viele sind durch Frauen und Männer ersetzt worden, die seiner Linie widerspruchslos folgen“, so der CDU-Politiker.

Der EU-Kommissar setzt jedoch im Handelsstreit trotz des gescheiterten Gipfels weiter auf ein Umdenken in Washington. „Die Stimmen in der amerikanischen Wirtschaft, die Trump warnen, werden deutlich stärker“, sagte Oettinger. Er glaube zwar nicht, dass Trump die Strafzölle auf Aluminium und Stahl rasch wieder zurücknehmen werde: „Aber er wird sich weitere Schritte der Eskalation – etwa höhere Zölle für Autos aus Europa – sehr genau überlegen.“

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, will sich entgegen früherer Aussagen doch nicht dafür einsetzen, dass konservative Kräfte in Europa gestärkt werden.

10.06.2018

Buhrufe und Beschimpfungen: Die Partei-Prominenz schwört die Linke auf Geschlossenheit ein - doch der Parteitag zeigt sich gespalten. Im Mittelpunkt des Streits: die Linken-Ikone Wagenknecht.

10.06.2018

Der russische Staatschef Wladimir Putin ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit. „Sobald die USA bereit sind, kann dieses Treffen stattfinden“, sagte Putin am Sonntag bei einer Konferenz der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit im ostchinesischen Qingdao.

10.06.2018