Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Palmer fordert mehr Toleranz für AfD-Anhänger
Nachrichten Politik Palmer fordert mehr Toleranz für AfD-Anhänger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 05.11.2016
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat seine Partei zu Toleranz auch für Menschen aufgerufen, die der AfD nahestehen. „Wir müssen die Toleranz, die wir früher für uns eingefordert haben, nun selber an den Tag legen“, sagte Palmer der „Welt“. „Es bedarf einer Toleranz gegenüber Menschen, die wir – vielleicht auch zu Recht – für reaktionär und kleingeistig halten. Auch diese Leute haben einen Anspruch darauf, ernstgenommen zu werden.“ Es gebe eine Minderheit im Land, die sich ausgegrenzt und zurückgelassen fühle, sagte Palmer. Es sei Aufgabe der Grünen, auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. „Da empfinde ich meine Partei als eher widerwillig.“

Palmer appellierte an seine Partei, künftig klar zwischen Rassismus und Alltagsrassismus zu unterscheiden. „Ich trete der Theorie entgegen, dass man den Alltagsrassismus so entschieden bekämpfen muss wie den offen ausgelebten.“ Alltagsrassismus sei so diffus, dass man den Großteil der Bevölkerung damit beschuldigen könnte. Eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl 2017 schloss Palmer aus – und damit auch die Einführung der bei den Grünen umstrittenen Vermögensteuer. „Ich sehe nicht, dass die Linkspartei fähig ist, sich an einer Bundesregierung zu beteiligen“, sagte Palmer.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wo steht die CSU im gewandelten Parteienspektrum? In der Mitte, sagt der Vorsitzende Seehofer. Aber ausdrücklich einbinden will er Wähler rechts davon. Diesen Anspruch erneuert die CSU auch schwarz auf weiß mit einem neuen Grundsatzprogramm.

05.11.2016

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich erstmals zu einem Bombenanschlag in der Türkei bekannt. Über sein Sprachrohr Amak reklamierte der IS in der Nacht zum Samstag die schwere Autobombenexplosion in der Kurdenmetropole Diyarbakir für sich.

05.11.2016

Die Leitung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geht davon aus, dass die Zahl der neu angekommenen Flüchtlinge in diesem Jahr deutlich unter 300.000 bleiben wird. Dabei spielen allerdings Griechenland und die Türkei eine zentrale Rolle.

05.11.2016
Anzeige