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Polizeieinsatz an Til Schweigers Haus

Kriminalität Polizeieinsatz an Til Schweigers Haus

Wenn sich Til Schweiger zu Wort meldet, polarisiert er oft. Das zeigt auch die jüngste Flüchtlingsdebatte. Jetzt haben sich Unbekannte auf seinem Grundstück zu schaffen gemacht.

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Schweiger war nach einem Aufruf zur Hilfe von Flüchtlingen im Internet angefeindet worden.

Quelle: Armin Weigel/Archiv

Hamburg. Die Polizei ist am Sonntagabend zu einem Großeinsatz an der Hamburger Villa des Schauspielers Til Schweiger ausgerückt.

Eine Tochter des "Tatort"-Kommissars rief die Beamten, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Unbekannte hätten bereits am Morgen Äste an einem Holzzaun im rückwärtigen Teil des Grundstücks gestapelt und angezündet, hieß es. Am Abend durchtrennte ein Unbekannter auf dem Grundstück das Kabel einer Außenbeleuchtung.

Die Polizei rückte mit etwa 20 Streifenwagen und einem Personenspürhund an. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war im Einsatz. Die Fahndung blieb erfolglos. Zuvor hatte "Bild.de" berichtet.

Jetzt ermittle auch der Staatsschutz, sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. "Denn möglicherweise war es eine politisch motivierte Tat." Schweiger war nach einem Aufruf zur Hilfe von Flüchtlingen im Internet angefeindet worden. Darunter waren auch fremdenfeindliche Äußerungen.

Schweiger hatte angekündigt, eine Vorzeigeunterkunft für Flüchtlinge in Osterode im Harz bauen zu wollen. In der vergangenen Woche gründete er zur Unterstützung von Flüchtlingen die Stiftung "Til Schweiger Foundation".

2013 hatten Unbekannte Farbbeutel gegen Schweigers Haus geworfen und das Auto seiner damaligen Freundin angezündet. In einem Bekennerbrief hatte eine Gruppe namens "die Tatortverunreiniger_innen" dem Schauspieler vorgeworfen, er habe mit seiner Rolle in dem Kinofilm "Schutzengel" und mit öffentlichen Äußerungen den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan verherrlicht.

dpa

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