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Nachrichten Politik Polizisten sollen Mann niedergeschlagen haben
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20:44 05.04.2017
Polizist aus Baden-Württemberg (Symbolbild). Quelle: dpa
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Stuttgart

Gegen vier Polizisten aus Stuttgart wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Sie sollen auf einen Mann eingeprügelt haben, als sie einen Unfall aufgenommen haben. Dies teilte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage mit. Zwei der vier Beamten seien bereits in den Innendienst umgesetzt worden, sagte ein Polizeisprecher. „Wir sind entsetzt.“ Die Ermittlungen dauerten an. Das Polizeipräsidium Stuttgart prüfe weitere Schritte.

Von den Polizisten in den Schwitzkasten genommen

Zur Eskalation zwischen den vier Beamten und dem Mann soll es am 19. Februar in der Nähe des Innenministeriums in der Landeshauptstadt gekommen sein. Von der Szene kursiert ein Video in den sozialen Netzwerken, das die Polizei als echt bezeichnet.

In dem Videoausschnitt ist zu sehen, dass ein Unfallbeteiligter, der bereits aus dem Auto ausgestiegen ist, mehrmals aufgefordert wird, seine Zigarette auszumachen. Als er sich weigert, nehmen ihn die Beamten in den Schwitzkasten. Ein Polizist schlägt mit dem Knüppel auf ihn ein, ein weiterer mit Fäusten. Es folgt Gerangel am Boden.

„Das Video mit den fraglichen Szenen der Auseinandersetzung ist bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart und dem Dezernat für Amtsdelikte bekannt“, sagte der Polizeisprecher. „Wir stehen fassungslos vor diesen Bildern.“ Die Ermittlungen gegen die beteiligten Beamten seien unmittelbar nach dem Geschehen am 20. Februar eingeleitet worden.

Zunächst Ermittlungen gegen Unfallbeteiligten

In einer Pressemitteilung direkt nach dem Unfall hatte die Polizei mitgeteilt, dass es nach einer „verbalen Auseinandersetzung zu einer Tätlichkeit seitens eines 35-jährigen Unfallbeteiligten gegenüber einem 28 Jahre alten Polizeibeamten“ gekommen war. „Im Verlauf der Auseinandersetzung stürzten beide und der Beamte schlug mit dem Kopf auf dem Bordstein auf. Dieser erlitt hierbei zum Glück nur leichte Verletzungen und konnte das Krankenhaus wieder im Laufe des Vormittags verlassen“, steht in der damals verbreiteten Mitteilung.

Gegen den 35-Jährigen würden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte die Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei damals mit und sprach von einem „rabiaten Beifahrer“. Hatten die Beamten von sich ablenken wollen? Am Mittwoch äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zu der Pressemitteilung vom 19. Februar zunächst nicht.

Von dpa/RND

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