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Politik Razzien gegen Rechtsextremisten in drei Ländern
Nachrichten Politik Razzien gegen Rechtsextremisten in drei Ländern
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13:37 17.04.2018
Bei einer Razzia in Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden Wohngen von Verdächtigen durchsucht, die einer rechtsterroristischen Vereinigung angehören sollen. Quelle: dpa
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Hannover

In Norddeutschland haben Ermittler Wohnungen von vier Personen durchsucht. Nach Informationen der Tagesschau rückte die Polizei in Bremen Blumenthal, in Niedersachsen im Landkreis Emsland und im Landkreis Northeim sowie im Landkreis Pinneberg in Schleswig-Holstein aus.

Die Verdächtigen sollen einer rechtsterroristischen Vereinigung angehören, die dem „Nationalsozialismus zum Wiedererstarken verhelfen“ wollte, heißt es vom Generalbundesanwalt. Die Gruppe soll Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen. Festgenommen wurde vorerst niemand.

Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Unter Verdacht steht auch ein 21-jähriger Mann aus Katlenburg-Lindau im Kreis Northeim. Bei ihm soll es sich um Wladislav S. handeln. S. stand im vergangenen Jahr als Mitangeklagter im Strafprozess gegen den mutmaßlichen Islamisten Sascha L. aus Northeim vor dem Landgericht Braunschweig.

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hatte dem damals 26-jährigen Islamisten Sascha L. vorgeworfen, einen Sprengstoffanschlag gegen Polizisten oder Bundeswehrsoldaten geplant und vorbereitet zu haben. Sie hatte ihn wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen angeklagt. Wladislav S. und zwei weitere Mitangeklagte sollen Sascha L. in seinem Plan bestärkt und Beihilfe geleistet haben.

Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen

Die Bundesanwaltschaft wirft den Verdächtigen vor, sich spätestens Anfang 2017 unter dem Namen „Nordadler“ zusammengeschlossen zu haben. Ihr Ziel sei ein Wiedererstarken des Nationalsozialismus in Deutschland. Dazu habe die Gruppe auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen, jedoch noch nicht näher geplant. Die Beschuldigten haben sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft bemüht, Waffen, Munition und Baumaterial für Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen.

Von Michael Brakemeier und Heidi Niemann/RND

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