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Razzien in der islamistischen Szene in NRW

Kriminalität Razzien in der islamistischen Szene in NRW

Frühmorgens stürmen Dutzende Polizisten in Düsseldorf und am Rande des Sauerlands die Unterkünfte von Islamisten. Die Verdächtigen sollen versucht haben, an gefälschte französische Pässe zu gelangen.

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Bei den Durchsuchungen wurden Computer und Unterlagen sichergestellt.

Quelle: Monika Skolimowska

Berlin/Düsseldorf. Spezial-Einsatzkräfte der Bundespolizei haben bei Razzien in Düsseldorf und Schwelm die Häuser und Wohnungen von Islamisten durchsucht. Vier Menschen werden verdächtigt, wie die verantwortliche Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte.

Sie sollen versucht haben, sich in Berlin gefälschte französische Pässe zu besorgen. "Es gibt einen klaren Verdacht", sagte auch der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Rande der Innenministerkonferenz in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Erkenntnisse über einen möglichen Zusammenhang zu den Terror-Anschlägen in Paris am 13. November gebe es nicht, sagte der Sprecher der zuständigen Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, der dpa. Auch seien keine Hinweise bekannt über einen möglichen terroristischen Hintergrund.

Festgenommen wurde niemand. Nach Angaben Steltners wurden bei den morgendlichen Durchsuchungen Computer und Unterlagen sichergestellt. Ungeklärt war bislang aber, ob sich der Verdacht der Urkundenfälschung erhärtet hat. An der Polizeiaktion waren insgesamt 80 Beamte beteiligt, darunter auch die Anti-Terror-Einheit GSG9 der Bundespolizei.

Nach Angaben Steltners hatten die Polizisten unter anderem ein Mehrfamilienhaus im Düsseldorfer Stadtteil Flingern durchsucht. Dort wohnt nach dpa-Informationen ein einstiger Weggefährte von "Dschihadi John", dem berüchtigten Massenmörder der Terrormiliz "Islamischer Staat". Der deutsche Konvertit war in Tansania an der Seite des Mörders aufgefallen.

Der Mann war wegen eines ähnlichen Urkundenvergehens zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im Futter seiner Kleidung eingenäht waren 2013 am Frankfurter Flughafen falsche französische Papiere entdeckt worden, die mit seinem Passbild versehen waren. Die Razzia am Donnerstag habe aber nicht ihm gegolten, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Insgesamt nahmen die Beamten drei Ziele ins Visier, davon zwei in der Landeshauptstadt und ein weiteres in Schwelm im Sauerland. In einem der beiden Düsseldorfer Objekte soll nach dpa-Informationen lediglich die Angehörige eines polizeibekannten Islamisten wohnen.

dpa

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