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Politik AfD-Politiker Keuter soll Hitler-Bilder verschickt haben
Nachrichten Politik AfD-Politiker Keuter soll Hitler-Bilder verschickt haben
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16:33 30.10.2018
Stefan Keuter ist Bundestagsabgeordneter der AfD Quelle: Fabian Sommer/dpa
Hamburg

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stefan Keuter hat 2017 und 2018 auf Whatsapp Bilder mit Bezug zum Nationalsozialismus verschickt. Das berichten das Magazin „stern“ und das Recherchezentrum „Correctiv“. Zu Halloween 2017 versandte der Essener Politiker ein Foto, das Adolf Hitler mit erhobenem Arm zeigt. „Hallo Wien!“ ist auf dem Bild zu lesen. Der Kommentar darunter: „Das habe ich geschickt bekommen. Ist das nicht fürchterlich?“

Der Abgeordnete kann so behaupten, er habe sich von dem Bild distanziert. Allerdings sendete er munter weiter. Keuter verschickte das Bild einer Teelicht-Pyramide mit Hitler-Figur. „Erste Weihnachtsdeko steht“, ist darunter geschrieben. Er teilte das Bild einer Duschkabine mit gekacheltem Hakenkreuz. Der Kommentar dazu: „Habe bei meinem Fliesenleger einen dezenten Braunton bestellt, da hat er mich wohl missverstanden.“

Keuter weicht auf Nachfragen zu den Bildern aus

Keuter verschickte den Recherchen zufolge das Foto eines Jungen, der einer fast nackten Frau den Rücken gekehrt hat und gebannt auf den Fernseher schaut, wo Hitler zu sehen ist. Keuter verschickte auch Schwarz-Weiß-Bilder von Wehrmachtsoldaten, ebenfalls von einem Neonazi, der ein szenetypisches T-Shirt mit dem Rückenaufdruck „muss auch DOLF sagen“ trägt und von einem Stahlhelmsoldaten am Maschinengewehr. Auf diesem Bild steht: „Das schnellste deutsche Asylverfahren, lehnt bis zu 1400 Anträge in der Minute ab!“

Der „stern“ und „Correctiv“ konfrontierten den AfD-Bundestagsabgeordneten vergangenen Freitag mit der Tatsache, dass er 2017 und 2018 per Whatsapp Bilder mit Bezug zum Nationalsozialismus verschickt hat, „zum Beispiel Bilder, auf denen Adolf Hitler zu sehen ist, ein Hakenkreuz oder Wehrmachtsoldaten“. Keuter antwortete: „Das Versenden des von Ihnen erwähnten Bildmaterials ist mir nicht erinnerlich und liegt mir fremd.“

Lesen Sie auch: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor geht davon aus, dass der Rückzug Angela Merkels vom Posten der Parteichefin Wähler von der AfD zur Union zurückbringen wird.

Keuter: „Kein authentisches Material“

Am vergangenen Samstag schrieb Keuter, er habe all seine Chats und Chatgruppen archiviert und gehe davon aus, „dass hier kein authentisches Material vorliegt“. Nachdem der „stern“ und „Correctiv“ Keuter daraufhin am Sonntag sieben der von ihm verschickten Bilder vorgelegt hatten, äußerte sich der Bundestagsabgeordnete anders. Er schrieb, er habe die Bilder einem inzwischen entlassenen Mitarbeiter geschickt.

Jener Mitarbeiter habe für ihn das politische Spektrum von links bis rechts beobachtet. „Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit hat er von mir regelmäßig Arbeitsaufträge, Unterlagen zur Archivierung, Beurteilung und politischen Einordnung erhalten.“ AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland hatte kürzlich beim Landesparteitag seiner Partei in Thüringen gesagt: „Wer Nazischweinkram teilt, hat in der Partei nichts verloren.“

Von RND/dpa

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