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Politik Rege Wahlbeteiligung in Berlin
Nachrichten Politik Rege Wahlbeteiligung in Berlin
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15:19 18.09.2016
Wer persönlich wählen ging, musste am Sonntag immer wieder Schlange stehen Quelle: dpa
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Berlin

Bei der Wahl des neuen Berliner Abgeordnetenhauses zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab. Bis Sonntagmittag (12.00 Uhr) gaben bereits 25,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das waren 6,0 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2011, wie die Landeswahlleitung am Sonntag erklärte. Damals hatten bis zum Mittag 19,1 Prozent abgestimmt.

Zudem hatten diesmal so viele Menschen wie nie zuvor einen Antrag auf Briefwahl gestellt - 21,1 Prozent aller Wahlberechtigten. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Landesparlament zu entscheiden. 927 Kandidaten von 21 Parteien bewerben sich um die Mandate. Parallel dazu werden die Kommunalparlamente gewählt. Die Wahl in den 1779 Wahllokalen in den 12 Bezirken der Hauptstadt sei zunächst ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, hieß es weiter.

Schlange stehen im Wahllokal

Wer persönlich wählen ging, musste am Sonntag immer wieder Schlange stehen: In einem Wahllokal in Kaulsdorf dauerte es am Vormittag bis zu 20 Minuten, bis man zur Urne gehen konnte. Auch in Friedrichshain, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Pankow oder Marzahn gab es laut „Tagesspiegel“ volle Wahllokale. 

Regierungschef Michael Müller (SPD) gab seine Stimme in Tempelhof ab. Auch Spitzenkandidaten wie Frank Henkel (CDU), Sebastian Czaja (FDP), Georg Pazderski (AfD) und Antje Kapek (Grüne) wählten bis zum frühen Nachmittag.

Alle Meinungsumfragen sahen Müllers SPD trotz starker Verluste vorn. Eine Fortsetzung der Koalition mit der ebenfalls schwächer werdenden CDU wird demnach aber voraussichtlich nicht möglich sein. Nach den Umfragen wird es keine Mehrheit für irgendeine Zweierkoalition geben.

Prognose: AfD mit zweistelligen Werten

Stattdessen könnte das bundesweit erste rot-grün-rote Bündnis unter Führung der SPD gebildet werden. Die AfD wird voraussichtlich mit zweistelligen Werten in das Landesparlament einziehen. Die Piratenpartei, die vor fünf Jahren bundesweit erstmals in ein Landesparlament eingezogen war, wird nun voraussichtlich wieder rausfliegen. Dagegen könnte der momentan nicht im Abgeordnetenhaus vertretenen FDP die Rückkehr gelingen.

Die Wahlbeteiligung lag 2011 bei 60,2 Prozent. Damals landete die SPD mit 28,3 Prozent vor der CDU, die 23,3 Prozent holte. Die Grünen kamen auf 17,6 Prozent, die Linken auf 11,7 Prozent. Die Piratenpartei erreichte 8,9 Prozent.

Von RND/dpa

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