Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Regierung erwägt Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali

Verteidigung Regierung erwägt Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali

Vor drei Jahren war das westafrikanische Mali ins Chaos gestürzt. UN-Soldaten versuchen nun, im gefährlichen Wüstengebiet im Norden des Landes für Ordnung zu sorgen. Möglicherweise tragen dort bald auch deutsche Soldaten Blauhelme.

Voriger Artikel
Bund und Länder einig über Regionalverkehrs-Zuschüsse
Nächster Artikel
Bundestag verabschiedet umstrittenes Asyl-Gesetzespaket

Bundeswehrsoldaten bilden in Koulikoro Pioniere der Armee Malis aus. Die EU-Ausbildungsmission läuft seit April 2013.

Quelle: Maurizio Gambarini/Archiv

Berlin. Die Bundeswehr wird ihren Einsatz im westafrikanischen Mali wahrscheinlich auf den gefährlichen Norden des Landes ausweiten. Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) sagte, es werde noch in dieser Woche einen militärischen Vorschlag zur Beteiligung an der UN-Blauhelmmission Minusma geben.

"Da geht es unter anderem um Aufklärungskapazitäten, die geschaffen werden müssen." Wieviele Soldaten dafür zusätzlich nach Mali geschickt werden müssten, sagte der SPD-Politiker nicht.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, dass der Einsatz von Aufklärungsdrohnen erwogen werde. Bisher ist die Bundeswehr mit 200 Soldaten an einer EU-Ausbildungsmission im relativ sicheren Süden des Landes beteiligt. An Minusma nehmen derzeit nur neun deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako teil.

Der Einsatz der Blauhelmsoldaten im Norden Malis ist deutlich gefährlicher als die Ausbildungsmission im Süden. Bis zum 30. Juni wurden dort 56 Blauhelmsoldaten getötet. Das Wüstengebiet war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten dort die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Januar 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden.

Die Bundeswehr hatte im September ein Erkundungsteam nach Mali geschickt, um eine Unterstützung der niederländischen Streitkräfte im nordmalischen Gao zu prüfen. Die Stadt am Niger war 2012 von den Rebellen zur Hauptstadt des von ihnen ausgerufenen Staates Azawad erklärt, dann aber von französischen und malischen Streitkräften zurückerobert worden.

Die "SZ" zitiert aus einer Stellungnahme zu dem Bericht des Erkundungsteams, in der von einer "weitgehend eigenständigen und robusten Operationsführung" die Rede ist. Das könnte auch die Entsendung von Kampftruppen beinhalten. Die Soldaten würden "überwiegend in Gebieten mit erheblicher oder hoher Bedrohungslage" eingesetzt, zitiert das Blatt zudem Militärkreise.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr