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Nachrichten Politik Regierung könnte Vorteile für Ökostrom kassieren
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13:10 25.05.2018
Die Erneuerbaren Energien sollten die Zukunft von Deutschland sein, nun erwägt die Bundesregierung eine Relativierung der Vorteile von Ökostrom. Quelle: picture alliance / dpa
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Berlin

Die Bundesregierung erwägt einen folgenschweren Einschnitt in die Nutzung von Ökostrom. Konkret empfiehlt eine bislang unveröffentlichte Analyse der Forschungsinstitute Ecofys, Consentec und BBH dem Bundeswirtschaftsministerium den sogenannten Einspeisevorrang von Ökostrom zu relativieren. Das Berichtet der „Spiegel“.

Erst Ökostrom, dann konventionelle Quellen

Der Einspeisevorrang sorgt dafür, dass die Netzbetreiber erst den Strom von erneuerbaren Energien wie Wind-, Solar- und Biogasanlagen komplett aufbrauchen, bevor sie auf Atom-, Kohle oder Gaskraftwerke zurückgreifen dürfen. Und andersherum: Sobald zuviel Strom im Netz ist, werden erst alle konventionellen Anlagen heruntergefahren, bevor die erste Naturstromproduktion ihre Arbeit einschränkt.

Was aus ökologischer Sicht ein Gewinn ist, kostet die Regierung allerdings Unsummen. Laut „Spiegel“-Informationen empfehlen die Forschungsinstitute, Ökostromanlagen künftig in das Management von Netzengpässen einzubinden. Dadurch sollen sich die Kosten minimieren. Die CO2-Abgase würden demnach nur geringfügig steigen.

Gesetzesentwurf noch dieses Jahr?

Und bei der Analyse soll es nicht bleiben: Das Bundeswirtschaftsministerium zeigt sich offen in Bezug auf die Maßnahme. Ein Gesetzesentwurf könnte noch in diesem Jahr folgen, wie der „Spiegel“ schreibt. Für Anbieter von Erneuerbaren Energien wäre das eine folgenschwere Entscheidung, denn der Einspeisevorrang zählt zu den größten Wettbewerbsvorteilen der Branche.

Im „Spiegel“-Gespräch findet auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock klare Worte zu den Plänen: „Kohlestrom verstopft die Netze, Atomstrom darf obendrein in Netzengpassgebiete übertragen werden - aber die Erneuerbaren dreht die Bundesregierung zurück.“ Der Einspeisevorrang sei ein „Grundpfeiler der Energiewende“, so die Grünen-Chefin weiter, er dürfe nicht „angesägt“ werden.

Von RND/lf

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