Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Rentenexperte Raffelhüschen fordert neue Flüchtlingspolitik
Nachrichten Politik Rentenexperte Raffelhüschen fordert neue Flüchtlingspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:47 11.09.2015
Bernd Raffelhüschen (Archiv) Quelle: dpa
Anzeige

Der Freiburger Rentenexperte Bernd Raffelhüschen hat die bisherige Flüchtlingspolitik Deutschlands scharf attackiert. Viele der jetzt kommenden Zuwanderer würden die sozialen Sicherungssysteme nicht stärken, sondern eher belasten, sagte das Vorstandsmitglied der Stiftung Marktwirtschaft dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem 30 Tageszeitungen angehören. „Ich fürchte, der aktuelle Zustrom wird die Lage noch verschärfen. Wo sind die Facharbeiter und Hochgebildeten? Ich sehe sie nicht.“

Deutschland benötige eine Einwanderungspolitik, die sich nicht nach zufälligen humanitären Katastrophen ausrichte, sondern die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zugrunde lege. Die aktuelle Situation müsse daher kritischer betrachtet werden als bisher. Raffelhüschen warf der Politik vor, die Lage „völlig undifferenziert und eher unrealistisch“ einzuschätzen.

Zwar gebe es zeitnah neue Beitragszahler, allerdings mit „eher dürftigen Qualifikationen“. Zudem belaste die große demographische Delle Deutschland erst in zehn bis 15 Jahren. „Insofern kommt die jetzige Zuwanderung aus rein wirtschaftlicher Perspektive einige Jahre zu früh“, erklärte das frühere Mitglied der Rürup-Kommission.

LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis vor kurzem wurde der Kanzlerin vorgeworfen, sie tauche beim Thema Flüchtlinge ab, lasse sich vor Ort nicht blicken. Nun besucht Merkel drei Einrichtungen in Berlin, die sich um Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten kümmern. Ihre Botschaft: Die Mühe lohnt sich.

10.09.2015

Fünf Euro für Erwachsene, drei bis vier Euro für Kinder und Jugendliche - so viel sollen Hartz-IV-Bezieher bald mehr bekommen. Sozialverbände und Opposition kritisieren das als zu wenig.

10.09.2015

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet vor dem Hintergrund erwarteter Flüchtlingskosten und geplanter Steuerentlastungen im kommenden Jahr mit einem deutlichen Rückgang des Überschusses im Staatshaushalt.

10.09.2015
Anzeige