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Politik Röttgen: „Merkel wird wieder antreten“
Nachrichten Politik Röttgen: „Merkel wird wieder antreten“
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21:04 15.11.2016
Ist von Angela Merkel überzeugt: Norbert Röttgen. Quelle: dpa
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Washington

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen für eine vierte Amtszeit kandidieren. „Sie wird als Kanzlerkandidatin antreten“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem Sender CNN. Merkel sei „ein Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens“. Sie sei absolut entschlossen und bereit, die liberale Weltordnung zu stärken.

Merkel agiere als Global Player. „Also wird sie antreten und wie ein verantwortlicher Führer handeln.“ Röttgen reagierte damit auf eine Frage des Moderators, der sagte, es sei unklar, ob Merkel noch einmal antrete. Merkel ist seit elf Jahren Kanzlerin. Auf ihre erneute Kandidatur deutet vieles hin.

Spekulation um K-Frage

Das Spekulieren um die K-Frage ist also offiziell eröffnet. Zuletzt stand die Kanzlerin besonders wegen ihrer Flüchtlingspolitik in der Kritik, ihre Umfragewerte brachen ein. Dazu kam der Streit mit der Schwesterpartei CSU, die sich öffentlich von der CDU-Chefin distanzierte und auf Konfrontationskurs ging. Nun die Kehrtwende? Schon CDU-Grande Wolfgang Bosbach sagte zuletzt: „Merkel wird bei der Bundestagswahl 2017 wieder antreten und von beiden Parteien getragen.“ Nun bekommt diese Aussage von Rötgen, einem Merkel-Vertrauten, neues Gewicht.

Aus der CDU-Zentrale in Berlin kam keine neue Wasserstandsmeldung in der K-Frage: „Es gilt das, was die Parteivorsitzende gesagt hat“, erklärte eine Sprecher. „Sie wird ihre Entscheidung zur gegebenen Zeit mitteilen.“

Vermutet wird, der möglicherweise geeignete Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Kandidatur könnte die CDU-Vorstandsklausur am kommenden Sonntag sein – oder aber der CDU-Parteitag im Dezember in Essen, wo sich Merkel vor mehr als 1000 Delegierten erklären könnte.

CDU-Führung setzt auf Merkel

Aus der CDU-Führung haben sich bereits zahlreiche Landespolitiker für eine vierte Amtszeit Merkels ausgesprochen, unter ihnen die Ministerpräsidenten Hessens und des Saarlands, Volker Bouffier und Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Armin Laschet. Die als Merkel-Vertraute geltende CDU-Vize Julia Klöckner hatte bereits Ende August erklärt: „Angela Merkel wird wieder antreten als Parteivorsitzende am Bundesparteitag, und sie wird dann selbst entscheiden, wann sie verkünden wird, dass sie als Kanzlerkandidatin zur Verfügung steht.“

Vor gut drei Wochen hatte der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber dem „Spiegel“ gesagt, es könne keinen Zweifel geben: „Angela Merkel ist unsere Kandidatin.“ Auch CSU-Chef Horst Seehofer sei inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass seine Partei am Ende Merkel unterstützen müsse, schrieb das Nachrichtenmagazin.

Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Forsa-Umfrage würden es 59 Prozent der Bundesbürger begrüßen, wenn Merkel bei der Bundestagswahl 2017 wieder als gemeinsame Kanzlerkandidatin von CDU und CSU antreten würde.

Von RND/cab/dpa

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