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Politik „Rosneft ist nicht irgendein Job-Angebot“
Nachrichten Politik „Rosneft ist nicht irgendein Job-Angebot“
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16:46 29.08.2017
Cem Özdemir redet der SPD bei der Schröder-Personalie ins sozialdemokratische Gewissen. Quelle: dpa
Hannover

Nach Berichten über eine mögliche Anstellung von Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Aufsichtsratschef beim russischen Ölkonzern Rosneft fordert Grünen-Chef Cem Özdemir den SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz auf, sich von Schröder zu distanzieren. „Rosneft ist nicht irgendein Job-Angebot - Rosneft wird vom Kreml als machtpolitisches Instrument nach Innen und Außen benutzt“, sagte Özdemir dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die SPD muss sich entscheiden, wo sie steht. Steht sie für verantwortungsvolle Außenpolitik in Europa oder für Putin-Lobbyismus?“, betonte Özdemir.

Der Grünen-Chef verwies auf die engen Beziehungen des Ölkonzerns Rosneft zum Kreml: „Das System Putin wird getragen von einer unguten Mischung aus autoritärer Herrschaft und Wirtschaftskriminalität, aus Korruption und mangelnder Rechtstaatlichkeit. Wer hier mitmischt, ist vielleicht ein Putin-Freund, aber ganz sicher kein Russlandfreund“, sagte Özdemir. Schröder würde als Aufsichtsratschef von Rosneft Russland keinen Dienst erweisen. „Weder Putin noch Rosneft sind Partner für die Stärkung der Demokratie oder die Modernisierung der Wirtschaft in Russland“, sagte Özdemir, der Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl ist.

Von RND

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