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Politik Russische Bomber vertreiben IS aus Palmyra
Nachrichten Politik Russische Bomber vertreiben IS aus Palmyra
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08:41 11.12.2016
Nach Angaben von Aktivisten hat sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Luftangriffen der russischen Armee wieder aus der antiken syrische Stadt Palmyra zurückgezogen. Quelle: EPA FILE
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Beirut

Wenige Stunden nach ihrem Einmarsch in Palmyra ist die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Angaben von Aktivisten wieder aus der antiken syrischen Stadt vertrieben worden. Die IS-Kämpfer seien durch massive nächtliche Luftangriffe der russischen Armee zum Rückzug gezwungen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit.

Die Dschihadisten hätten die Stadt im Morgengrauen verlassen. Bei den Bombardements seien zahlreiche IS-Kämpfer getötet worden, erklärte die Beobachtungsstelle. Die Organisation mit Sitz in Großbritannien beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

IS kontrolliert wichtige Gasfelder in Syrien

Die IS-Miliz war am Sonnabend nach mehrtägigen Gefechten wieder in die zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Stadt eingerückt. Die Dschihadisten hatten Palmyra im Mai 2015 eingenommen, waren vor acht Monaten jedoch von der syrischen Armee mit Unterstützung ihres russischen Verbündeten vertrieben worden. Während ihrer Herrschaft in Palmyra hatten sie zahlreiche einzigartige Kulturgüter zerstört.

Der IS beherrscht im Norden und Osten Syriens trotz einiger Verluste noch immer große Gebiete. Die Terrormiliz hatte in dieser Woche eine Offensive in der Region um Palmyra begonnen und die Regimetruppen aus mehreren Richtungen angegriffen. Mittlerweile kontrolliert die Terrormiliz wieder mehrere Gasfelder, darunter Al-Schair.

Dieses hatten die Extremisten bereits 2014 sowie im Mai dieses Jahres zeitweilig unter Kontrolle. Die Gasanlagen wurden bei den Kämpfen schwer beschädigt. Die Gasfelder und Pipelines in der Region sind von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung des Landes.

Von afp/dpa/RND

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